Sonneberg Lob für einen aufrechten Streiter der Sache des Sports

Jürgen Eckstein (links) ist Carl Johan Bergmann am Rande eines Wettkampfs begegnet. Archiv: Zitzmann Quelle: Unbekannt

Jürgen Eckstein, langjähriger Vereinsberater beim Kreissportbund, ist für seine Verdienste nun die KSB-Ehrenmitgliedschaft zuerkannt worden.

Sonneberg - Irgendwie muss Jürgen Eckstein den Braten gerochen haben. Zu Beginn der diesjährigen Mitgliederversammlung des Kreissportbundes am Sonnabend in der SBBS-Halle sah man ihn jedenfalls noch guter Dinge am Eingang sitzen und die Gästeliste abhaken. Doch als er dann gegen 11 Uhr nach vorne auf die Bühne gerufen wurde? War er nicht mehr zu finden. Das Publikum wusste das Rätsel zu lösen: Es passte einfach zu Jürgen, dass er verlässlich im Hintergrund den reibungslosen Gang der Dinge unterstützt, sich deswegen aber nicht ins Rampenlicht gestellt sehen mag. So musste die Sportlerfamilie bei der Würdigung seines Engagements ohne ihn auskommen. Die Laudatio übernahm mit Hartmut Franz, bis 2012 Vorsitzender des KSB, ein langjähriger Wegbegleiter.

Dieser lobte einen "aufrechten Streiter für die Interessen des Sports", über 15 Jahre hinweg wirkte er gleichermaßen "ruhig und sachlich, kompetent und kameradschaftlich" als Vereinsberater, als "einer, der alles unter einen Hut bringt". Dem schloss sich Torsten Donau an, der bei vielen Gelegenheiten als Moderatoren- und journalistischer Kollege von Eckstein zahllose Sportler-Events unterhaltsam und versiert begleitete. Bescheidenheit führte auch Donau als markante Charaktereigenschaft des Seltendorfers an, doch habe man es nicht nur mit einem stillen Helden, sondern zugleich mit einem Biathlon-Enthusiasten und Experten reinsten Wassers zu tun, "der sich am Holmenkollen besser auskennt, als manch anderer in den Sportstätten im Landkreis Sonneberg".

Dazu passte, dass Donau neben einem Bilderreigen mit Schnappschüssen des Vereins-Tausendsassas Eckstein auch einen Video-Gruß von Carl Johan Bergmann (Schweden) organisiert hatte, in dem der einstige Spitzensportler dem Sport-Arbeiter aus dem Sonneberger Land alles erdenklich gute für den Ruhestand übermittelte. Ein Gänsehaut-Moment, so Donau, dem gleich der nächste folgte. KSB-Vorsitzender Robert Eberth machte die Delegierten darauf aufmerksam, dass die Statuten die Zuerkennung einer Ehrenmitgliedschaft erlauben. Mit großen Applaus stimmten die rund hundert Vereinsvertreter in der Halle dem Vorstoß zu, womit Eckstein nunmehr die erste Persönlichkeit ist, welcher der KSB in den 30 Jahren seines Bestehens eine solche Auszeichnung zuteil werden lässt. Offiziell war Eckstein bereits im Sommer verabschiedet worden. Im KSB-Büro in der Sonneberger Bahnhofstraße ist ihm als Vereinsberater Marcel Recknagel nachgefolgt. anb

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