Sonneberg Hautnah miterlebt

Christoph Zeh

Dieser Tage hatte das Bürgerbüro der wbm zu einem Vortrag mit Claudia Jacobs aus Venezuela eingeladen. Rund 30 Besucher hörten interessiert zu.

Claudia Jacobs berichtete über die Lage in ihrem Heimatland Venezuela. Foto: Christoph Zeh

Ziel der Veranstaltung war es, Menschen zusammenzubringen, Hintergründe zu verstehen und den Austausch zu fördern. Claudia Jacobs berichtete über ihre Zeit in Venezuela, die politische Lage und ihre Flucht. Sie hatte in Venezuela studiert. Ihr Vater arbeitete in der staatlich geprägten Ölindustrie und verlor aufgrund seiner politischen Haltung seine Stelle. Jacobs erzählte von Korruption, Protesten gegen das Regime und vom wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenbruch des Landes. Über Präsident Nicolás Maduro äußerte sie sich kritisch und sagte: „Donald Trump war der Einzige, der unser Land vorerst gerettet hat.“ Ihre Mutter lebt weiter in Venezuela und erhält eine Rente von umgerechnet rund zwei Euro, weshalb sie auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen ist.

Nach der Werbung weiterlesen

Ergänzend wurden die aktuellen Schwerpunkte des Bürgerbüros (WBM) vorgestellt, das Menschen bei Integrationsprozessen unterstützt und dabei eng mit Behörden wie Landratsamt, Jobcenter, Arbeitsagentur und Kommunen zusammenarbeitet. Aktuell stehen steigende Arbeitslosigkeit, die Unterstützung bei digitalen Anträgen sowie wachsende Problemlagen in den Bereichen Armut, Obdachlosigkeit, Schulden und Wohnungssuche im Fokus.