Sonneberg Einblicke in die moderne Radarbeobachtung

Es ist wieder Fieldday und Radioastronomie-Tag im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg am Samstag, 6. September, ab 10 Uhr.

Die Sternwarte Sonneberg. Foto: imago

Der Ortsverband X29 Sonneberg des Deutschen Amateur-Radio-Clubs e.V. (DARC) lädt gemeinsam mit dem Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg zum diesjährigen „Fieldday“ am Samstag, 6. September, ab 10 Uhr, auf das Gelände der Sternwarte Sonneberg ein. An diesem Tag erwartet die Besucher ein spannender Einblick in die Welt des Amateurfunks sowie in die faszinierende Wissenschaft der Radioastronomie, kündigt Thomas Müller, Sprecher des Astronomiemuseums an.

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Die Veranstaltung mit Live-Vorführungen möchte die vielfältigen Möglichkeiten der Radioastronomie und des Amateurfunks praxisnah demonstrieren. Neben interessanten Vorträgen und Präsentationen gibt es unter anderem eine Live-Remote-Vorführung eines 3-Meter-Radioteleskops, bei der die Besucher in Echtzeit die 21-cm-Strahlung des neutralen Wasserstoffs aus den Milchstraßenarmen beobachten können.

Der Vortrag von Thomas Müller über den Meteorscatter des Astronomiemuseums bietet ab 16 Uhr einen Einblick in die moderne Radarbeobachtung von Meteoren, die unabhängig von Wetter und Tageszeit stattfindet. Jeden Tag gelangen zwischen 100 und 1000 Tonnen Material aus dem Weltall auf die Erde, meist in Form von Staub und sehr kleinen Partikeln. Wenn diese Objekte in unsere Atmosphäre eintreten, erhitzen sie sich stark, und die Luft um sie herum wird ionisiert, was bedeutet, dass die Luftmoleküle elektrisch geladen werden.

Diese ionisierte Luft bildet in Höhen zwischen 120 und 80 Kilometern einen sogenannten Plasmaschweif. Dieser Schweif leuchtet und ist das, was wir als Sternschnuppen am Himmel sehen. Größere Stücke können sogar als helle Feuerbälle erscheinen. Meteore können mit bloßem Auge gesehen werden, besonders nachts, und sie können auch mit Videokameras oder speziellen Kameras aufgenommen werden.

Die Plasmaschweife von Meteoren reflektieren elektromagnetische Wellen im Radiofrequenzbereich, wodurch sie mit niederfrequentem Radar bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit detektiert werden können. Eine solche Anlage ist am Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg installiert und ermöglicht die Erforschung von Meteoren.

Radioastronomie ist ein Teilgebiet der Astronomie, das die Erforschung des Weltalls im Bereich der Radiowellen ermöglicht. Diese Technik bietet den Vorteil, dass astronomische Beobachtungen wetterunabhängig und sogar tagsüber durchgeführt werden können. Ein Highlight der Veranstaltung ist die Live-Vorführung eines Remote-Radioteleskops, mit dem die Besucher die 21-cm-Strahlung des neutralen Wasserstoffs in unserer Galaxie beobachten können.

Außerdem haben die Amateure des Ortsverbands X29 Sonneberg auf dem Gelände eine Station aufgebaut und demonstrieren verschiedene Funkverbindungen.

Die gesamte Veranstaltung ist kostenfrei. Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Ortsverbands und des Astronomiemuseums sind willkommen. Der Ortsverband X29 Sonneberg und das Team des Astronomiemuseums freuen sich auf viele Besucher

Das Programm des Fielddays :

10 Uhr: Beginn der Veranstaltung

10 bis 17 Uhr: Stand und Vorführungen des Ortsverband X29 Sonneberg

11:30 Uhr „Live Vorführung“ Remote Radioastronomie: Echtzeit-Beobachtung der 21-cm-Strahlung des neutralen Wasserstoffs mit dem Radioteleskop der AGN*

14 Uhr Vortrag: „Signale aus den Tiefen des Alls - Amateurfunk & Amateur-Radioastronomie“

15 Uhr „Live Vorführung“ Remote Radioastronomie: Echtzeit-Beobachtung der 21-cm-Strahlung des neutralen Wasserstoffs

16 Uhr: Kurzvortrag und Führung am Meteorscatter des Astronomiemuseums

17 Uhr: Ende der Veranstaltung

*Astronomische Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg