Sonneberg Eigene Welt voller musikalischer Fantasie

Das Duo mit der deutschen Jazzpianistin und Sängerin Olivia Trummer und der israelischen Querflötistin Hadar Noiberg kommt nach Sonneberg. Foto: Rob Stirner

Am Sonntag, 19. September, ist es nach langem Warten endlich wieder soweit: Das Prologkonzert der Sonneberger Jazztage findet im großen Sitzungssaal des Sonneberger Rathauses statt.

Sonneberg - Aufgrund der leider noch anhaltenden Pandemie, findet das Konzert dieses Mal nicht im kleinen Saal der Musikschule unter dem Motto „Jazz in der Villa“ statt, sondern im Rathaus , um mehr Abstand zwischen den Zuschauern zu ermöglichen. Auftreten wird nach Angaben der Sonneberger Jazzfreunde das Duo mit der deutschen Jazzpianistin und Sängerin Olivia Trummer und der israelischen Querflötistin Hadar Noiberg. Beginn des Prologkonzertes ist 19 Uhr, Einlass im Rathaus ist 18.30 Uhr.

Die aus Israel stammende Hadar Noiberg zog mit 21 Jahren nach New York, von wo aus sie mit ihrer Querflöte inzwischen die internationale Jazz- und Weltmusikszene mitprägt. Sie wurde mit dem Award der American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP) ausgezeichnet und arbeitet, neben erfolgreichen eigenen Projekten, seit Jahren mit vielen berühmten Künstlern zusammen. Die Süddeutsche Zeitung schrieb: „In Noibergs Musik begegnen sich mehrere Welten… der warme, romantische Klang und die präzisen Kontrapunkte der europäischen klassischen Musik, der Wumms und die kontrollierte Improvisationslust des amerikanischen Jazz und der Farbenreichtum der jüdisch-arabischen Musik.“ Neben einer herausragenden Technik besitzt sie ein besonderes kompositorisches Talent für eingängige Melodien.

Die in Stuttgart geborene Olivia Trummer studierte klassisches Piano und Jazz Piano in ihrer Heimatstadt, schloss mit Auszeichnung ab und setzte ihr Jazzklavierstudium an der Manhattan School of Music in New York fort. Vielfach ausgezeichnet und Jazz-Preisträgerin des Landes Baden-Württemberg, besticht Trummer durch ein nuanciertes und kraftvolles sowie melodiöses Klavierspiel mit engen Bezügen zur klassischen Musik und einem großartigen Jazz-Gesang.

Der amerikanische Stargitarrist Kurt Rosenwinkel, in dessen Projekt Caipi sie seit Jahren spielt, sagte: „Her piano playing is wonderful and her voice is incredible.” Die deutsche Jazzlegende Klaus Doldinger sagte über sie: „Ich kenne in unseren Breitengraden keine Jazzkünstlerin dieses Zuschnitts – da stimmt wirklich alles.“

Eine fast zufällige Begegnung in Berlin führte die beiden Musikerinnen zusammen und schließlich zu der Aufnahme des aktuellen Duo-Albums „Hawk“. Piano und Querflöte bilden dabei einen grandiosen gemeinsamen Klangkörper, der durch Olivias Gesang und Hadars virtuosem Umgang mit Effekten und Loops noch erweitert wird. Es entstand eine leidenschaftliche, geheimnisvolle und lyrische Musik, die den Hörer auf eine Reise in eine ganz eigene Welt voller musikalischer Fantasie einlädt.

Eventuelle kurzfristige Änderungen des Konzertes, die sich durch aktualisierte Verordnungen im Rahmen der Infektionsschutzmaßnahmen ergeben, werden nach Angaben der Sonneberger Jazzfreunde auf der Homepage www.son-jazz.de mitgeteilt. „Schweren Herzens haben wir uns dazu entschlossen, zum Konzert nur Covid-19-Geimpfte sowie Genesene – nicht länger als sechs Monate – zuzulassen“, erklärte Christoph Armbrecht, Vorstandsmitglied der Sonneberger Jazzfreunde. Entsprechende Dokumente würden beim Einlass kontrolliert. „Wir werden dieses Jahr aus hygienischen Gründen auch leider auf einen Getränkeausschank verzichten“, so Armbrecht.

Kartenreservierung und weitere Informationen unter: www.son-jazz.de oder unter der Telefonnummer: (09568) 889933. Karten im Vorverkauf: 20 Euro Karten an der Abendkasse: 23 Euro.

 

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