„Schon als kleines Mädchen fesselten mich die Märchen mit ihren fantasievollen Tieren und Menschen, ihren verzauberten Landschaften und ihrem immer guten Ausgang der Erzählungen. Auch als Lehrerin machte ich es mir zur Aufgabe, den Kindern die Märchen und Sagen unserer Märchenerzähler so lebendig und faszinierend wie nur möglich, nahezubringen“, so Gruner. Das „Sonneberger Reiterlein“ für Kinder derart zu gestalten, dass diese es in ihrer Komplexität verstehen und lieben können, lautete das Anliegen. „Wer die Erzählung, ursprünglich von Jochen Wiesigel geschrieben, kennt, wird verstehen, dass dies keine leichte Sache war“, so Gruner. „In vielen Stunden tauchte ich in die wundersame Welt des kleinen Hans aus einer Köhlerfamilie ein, begleitete ihn bei seiner Suche nach der Quelle seines Flüsschens Röthen, stillte mit ihm den Hunger nach Antworten zu all seinen Fragen des Lebens, bestand mit ihm die drei Prüfungen zum Tor der Welt, die ihn wieder nach Hause führten. Auch die Entstehung und das Geheimnis um das Sonneberger Reiterlein erlebte ich hautnah.“