Sommerfest in Elgersburg und Geschwenda Endlich wieder Sommerfeste

Nach einem Jahr Corona-Pause wurde am Wochenende in Geschwenda und Elgersburg wieder gefeiert. Vereine hatten zur Waldparty und zum Sommerfest eingeladen.

Geschwenda/Elgersburg - Katja Döring und Rene Buhr vom Vorstand des Waldbadvereins Geschwenda sind genauso froh, wieder mit den Einwohnern des Ortes und seinen Gäste feiern zu können, wie in Elgersburg die Kirmesgesellschaft. In Geschwenda hatte der Waldbadverein eine Waldbadparty im heimischen Waldbad organisiert, in Elgersburg auf dem Gelände gegenüber des Gasthauses Kaiserhof ein Sommerfest. Auf Gäste musste man nicht lange warten. Bei beiden Festen galt es, ein Hygienekonzept vorzuhalten und damit den Auflagen der Coronapandemie gerecht zu werden.

Nach einem Jahr Pause endlich wieder feiern zu können, darauf haben die Geschwendaer augenscheinlich gewartet. Auf dem Gelände des Waldbades waren Tische und Bänke aufgestellt und außerdem zwei Bühnen aufgebaut. Katja Döring sagt, dass Einheimische für die musikalische Unterhaltung sorgen. „Sie machen seit Jahren hier im Geratal Musik“, am Nachmittag eher Schlager und Volkstümliches, am Abend spielt eine Band Discomusik. Bis 1 Uhr nachts durfte offiziell gefeiert werden.

Endlich sich wieder treffen, miteinander plaudern, beim Essen und Trinken zusammensitzen und die Kreativität der Kinder fördern – die derzeit 60 Vereinsmitglieder vom Waldbadverein machten es möglich. Ab 30 Jahre bis ins hohe Rentenalter sind dessen Mitglieder alt. Unterstützt wurden sie am Samstag zuverlässig von den Frauen des Fördervereins der Kindertagesstätte „Pfiffikus“. „Wir sind immer im Ort vertreten, wenn es um Kinderbasteln geht“, sagt die Vorsitzende Susanne Schieck.

Überall auf dem Platz sind Spendenbüchsen verteilt. Der Verein braucht das Geld, denn er hat noch viel vor. Vor vier Jahren haben die Vereinsmitglieder das Waldbad aus seinem Dornröschenschlaf geholt. Jetzt wird es Stück für Stück wieder aufgebaut. Im ersten halben Jahr war man mit der Beseitigung des Wildwuchses beschäftigt und hat das Kinderbecken hergerichtet. Seitdem nutzen viele Eltern mit ihren Kindern diese Badegelegenheit. Mitten im Grünen gelegen, ist es dorthin ein erholsamer Ausflug in die Natur.

Seit zwei Jahren kann auch ein Gemeinschaftsgebäude gemietet werden. Der Verein hat es errichtet. Wer will, kann das Objekt mit separater Küche und Gastraum, einer Kühlzelle und einem Sanitärtrakt, nutzen. In diesem Jahr wollen die Vereinsmitglieder die Terrasse herrichten. Katja Döring sagt, dass ohne die vielen freiwilligen Helfer und die Sponsoren nicht viel laufen würde. Vor allem die Kreissparkasse Arnstadt-Ilmenau, die Volksbank Südthüringen und der Unternehmer und Gründungsmitglied Lars Pitan tragen einen großen Anteil daran, dass heute wieder viele Menschen den Weg ins Waldbad finden. Wer zum Fest gekommen ist, wird belohnt. Geschwendaer haben Kuchen für die Kaffeetafel gebacken, der Eiswagen aus Gräfenroda ist vorgefahren, Fischbrötchen und Deftiges vom Grill warteten auf Abnehmer und neben Bier und Wasser standen die Bowlegefäße gut gefüllt bereit. Hier und da wurde Süßes gratis verteilt.

Auf den hausgebackenen Kuchen mussten die Elgersburger und Gäste zum Sommerfest verzichten, nicht aber auf die beliebten Köstlichkeiten vom Grill und das zugehörige Getränk. Später hat Ingo Schmidt diese Zutaten eines jeden Thüringer Festes besungen, als er gemeinsam mit Thomas Sauer und Manuela Stelzner für eine Viertelstunde den Körnbachtaler Blasmusikanten das Musikprogramm aus den Händen nahm. Seit einem Jahr probt das Trio, das sich als eine lose Gemeinschaft sieht und einfach gemeinsam Spaß am Musizieren hat. Wie auch in Geschwenda konnte die Organisatorin, die Elgersburger Kirmesgesellschaft, für die Kinder eine Hüpfburg stellen, und diese tobten ausgelassen.

Mario Augner, Ortsteilbürgermeister von Elgersburg und der Kirmesgesellschaft angehörend, sagt, dass man mit dem Dorffest die Einwohner wieder zusammenbringen wollte. „Das war uns wichtig.“ Wie in Geschwenda auch, war die Resonanz groß.

Die Elgersburger Kirmesgesellschaft verantwortet das Neujahrsfeuer, das Maibaumsetzen, die Traditionskirmes. „Alles hat nicht stattgefunden.“ Um nun wieder feiern zu können und achtsam in der Zeit der Pandemie zu sein, habe man den Festplatz um den unterhalb angrenzenden Parkplatz erweitert. Das erste Mal, sagt Augner. Damit wurde das Ziel verfolgt, die Tische weiter auseinander zu stellen und dennoch vielen einen Sitzplatz zu ermöglichen und der Verkauf von Speisen und Getränken wurde entkoppelt. Nicht verzichtet haben die Organisatoren auf die bewährte Hilfe der Elgersburger Feuerwehr und der Feuerwehr Ilmenau-Roda. Der Platz erfordert eine separate Wasserzu- und -ableitung für den Bierwagen. Da man ein eingespieltes Team ist, lief alles reibungslos. Unterstützung kam auch von der Gemeinde und die VG-Verwaltung half bei der Umsetzung der logistischen Abläufe.

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