Sommer in Sonneberg Premiere der Picknick-Konzerte ist geglückt

Madlen Pfeifer

Knapp 700 Besucher haben das Drei-Tage-Open-Air der Stadt Sonneberg dankend angenommen und dort am Wochenende bei Elektro- bis hin zu Blasmusik das so lange ersehnte Gefühl von Normalität genossen. Auch ohne das erhoffte Picknick-Flair.

Sonneberg - Kinder, die ausgelassen tanzen. Frauen und Männer, die nebeneinander sitzen, im Takt der Musik schunkeln oder klatschen oder einfach den Klängen der Oberlinder Blasmusik lauschen. Andere genießen es schlichtweg, mit ihrem Gegenüber ins Gespräch zu kommen, als am Sonntagnachmittag gerade der letzte Teil der Picknickdecken-Konzerte auf dem Sonneberger Woolworth-Gelände gestartet ist.

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Von Picknick-Atmosphäre ist nicht viel zu sehen. Weder am Freitag, als unter der Überschrift „Beergarden Beats“ sechs DJs den Auftakt für das dreitägige, neue Format der Veranstaltungsreihe „Sommer in der Stadt“ gemacht haben, noch am Samstag oder am Sonntag. Das aber – dürfte wohl klar sein – ist vor allem dem Wetter geschuldet, dass ein Sitzen auf kühler und nach dem Regen am Samstag auf feuchter Wiese nicht ganz so angenehm gemacht hätte. Die Sonneberger und alle anderen Gäste hat das jedoch nicht davon abgehalten, zur Premiere der musikalischen Drei-Tages-Veranstaltung vorbeizuschauen. Insgesamt, so schätzt es Cornelia Brückner, Sachgebietsleiterin Kultur und Märkte der Stadt Sonneberg, ein, seien das ganze Wochenende knapp 700 Leute auf dem Areal gegenüber von Rathaus und Bahnhof gewesen.

„Echt super“ lautet Brückners Resümee für den Freitag. Die coronabedingte Besuchergrenze von 300 Leuten habe man da erreicht. Verhaltener sei es dann am Samstag gewesen – mit schätzungsweise fünf Dutzend Gästen, die zunächst ab 16 Uhr dem Duo „Sons of Sound“ und ab 19 Uhr der „New Memory Band“ lauschten. Was wohl wiederum, wie Brückner erahnen kann, dem Regenwetter zuzuschreiben sein dürfte. Denn als das gegen 21 Uhr den Rückzug angetreten hat, habe sich der Platz doch noch ein bisschen gefüllt.

Nicht ein bisschen, sondern gut gefüllt hat sich das Gelände am Sonntag gezeigt – mit den tanzenden Kindern, den schunkelnden Frauen und Männern, den die Fast-Normalität genießenden Menschen. Auch hier spricht Cornelia Brückner von annähernd 300 Besuchern, wenn sie ihren Blick über den Platz schweifen lässt. Sie wirkt zufrieden. Und das ist sie auch. Zumindest fällt ihr auf Anhieb nichts ein, was man für die Premiere des Sommer-in-der-Stadt-Formats hätte besser machen können. Auch die Resonanz der Besucher, die „durchweg positiv“ ausgefallen sei, habe ihr keinen Grund für derartige Gedanken geliefert.

Ob mit einer Fortsetzung der Veranstaltung zu rechnen ist? „Natürlich, auf jeden Fall“, sagt die Kulturbeauftragte der Stadt und hat dann doch noch eine Idee, was beim nächsten Mal gut ankommen könnte: eine Hüpfburg und andere Angebote für Kinder. So, dass es in dem Park neben der Musik auch für Familien noch mehr zu erleben gibt.