Allerdings steht der DSA im Moment unter Druck. So haben mit dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident mehrere US-Digitalkonzerne das EU-Gesetz ins Visier genommen: Der Milliardär Elon Musk, dem die Plattform X gehört, sowie der Chef der Facebook-Mutter Meta, Mark Zuckerberg, sprechen von „Zensur“ – eine Linie, die auch Rechtsextreme im Europaparlament vertreten. Sie verschweigen dabei allerdings, dass das Gesetz im Grunde nur die im normalen Leben geltende Regeln auf die Online-Plattformen überträgt. So schreibt das Gesetz zwar Plattformen wie Facebook, Instagram und X vor, „illegale Inhalte“ zu löschen. Brüssel legt aber nicht fest, was im Netz erlaubt ist und was nicht. Maßgeblich sind stattdessen die Gesetze der 27 EU-Mitgliedstaaten – so ist etwa in Deutschland das Verbreiten von Nazi-Propaganda verboten. Das gleiche gilt für öffentliche Gewaltaufrufe oder Darstellungen sexueller Gewalt.