Skispringen Sprungtalente auch gut zu Fuß

Vojta Blahuta vom WSV Brotterode überzeugte beim Spezialspringen auf seiner Heimschanze, aber auch beim Crosslauf. Foto: Sascha Bühner

Auf zwei Schanzen zeigten die Thüringer Nachwuchsspringer ihr Können. In Brotterode ging es um Punkte für den Schülercup, während in Kleinschmalkalden die Miniflieger zum Zuge kamen.

Brotterode/Kleinschmalkalden - In die Werner-Lesser-Arena in Brotterode kamen am vergangenen Samstag 59 Sportlerinnen, um die 2. Runde des Thüringer Schülercups im Spezialspringen und in der nordischen Kombination zu absolvieren. Nach dem Auftakt der Serie Ende Juni in Ruhla zeigten die Mädchen und Jungen auch in Brotterode ihr Können. Und da zur allumfassenden Ausbildung der skipringenden Wintersportler auch der Lauf gehört, beteiligten sich fast alle Spezialspringer am Crosslauf nach der Gundersohn-Methode.

Am Rande des Schülercups wurden einige Mitglieder des Wintersportvereins Brotterode für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. So bekamen der WSV-Vorsitzende Christian Berke sowie Herbert Schmauch aus den Händen von Knut Bonsack und Wolfgang Mühln die Ehrennadel des Thüringer Skiverbandes in Silber überreicht. Über die TSV-Ehrennadel in Bronze konnten sich Mario Zimmer, Dietmar Wolf und Niclas Fuchs freuen. Letzterer unterhielt die etwa zweihundert Zuschauer des Springens gemeinsam mit dem jungen Oskar Leffler als Stadionsprecher.

So vermeldeten diese beiden Sprecher auch den Sieg des einheimischen Vojta Blahuta in der Altersklasse Schüler 10. Auf der 17-m-Schanze schaffte der Brotteröder Junge Sprünge von 15,5 und 14,5 Metern und gewann mit knappem Punktevorsprung vor Ben Dürer aus Zella-Mehlis. Podestplätze konnten außerdem die Brotteröderinnen Emma Eichel und Luisa Dietzel erklimmen. Sie holten in der AK S 9 Silber und Bronze. Auch für die Gäste vom WSV Kleinschmalkalden lief es in der Lesser-Arena gut. Nils Dellit und Luis Raßbach belegten in der AK S 12 die Plätze zwei und drei. Silber gewann Hannes Klee bei den Schülern 13 und ebenfalls den zweiten Platz belegte Oskar Ganß bei den Schülern 11. Die Ergebnisse, insbesondere das von Nils Dellit, erfreute die angereiste Wintersport-Fraktion aus Kleinschmalkalden, die von der Kader-Skilangläuferin Lara Dellit angeführt wurde.

Ebenfalls sehr gespannt verfolgte Kati Wilhelm das sportliche Geschehen. Die ehemalige Weltklasse-Biathletin drückte insbesondere ihrer Tochter Lotta die Daumen. Die für den SC Steinbach-Hallenberg startende junge Skispringerin belegte in ihrer Konkurrenz Schülerinnen 11 den fünften Platz. Ihre Mannschaftskollegin Mila Menz sprang bei den Schülerinnen 10 auf den dritten Platz. Vor der Steinbach-Hallenbergerin rangierte sich Marlene König vom WSV Ober-Unterschönau ein.

Beim folgenden Crosslauf der nordischen Kombination schafften es einige Sportlerinnen und Sportler aus der Region, ihre guten Ergebnisse noch zu verbessern. So landete Luisa Dietzel (WSV Brotterode) ganz oben auf dem Siegerpodest. Zehn Sekunden dahinter machten ihre Teamkollegin Merle Messerschmidt und die Steinbach-Hallenbergerin Marit Arnold die weiteren Plätze unter sich aus. Vojta Blahuta gewann seinen Lauf mit vier Sekunden Vorsprung vor Max Rothämel (SC Steinbach-Hallenberg) und ganz oben auf dem Podest landete auch Mila Menz. Mit großem Vorsprung sicherte sich Nils Dellit den Sieg in seiner Altersklasse. Achtunddreißig Sekunden später überquerte sein Kleinschmalkalder Vereinskollege Luis Raßbach den Zielstrich als Zweiter. Und den Erfolg dieser Truppe machte Hannes Klee mit seinem Goldlauf perfekt.

Bevor man um Medaillen springen kann, muss man fleißig üben. Die Chance dazu bot der vom WSV Kleinschmalkalden ausgerichtete Minifliegertag auf der Schanzenanlage im Solmbach. Sportlerinnen und Sportler aus acht Thüringer Vereinen sowie vom WSV Braunlage nutzten die Möglichkeit.

Die Aktiven konnten sich selbst überlegen, von welchem Bakken sie mutig abspringen wollten. Zur Verfügung standen die K2-, K3-, K5- und K11-Schanze. Zwei der jüngsten Aktiven waren die vierjährigen Willi Ganß aus Kleinschmalkalden und Thea Eichel vom WSV Brotterode. Sie gaben nicht nur auf der Schanze ihr Bestes, sondern, wie die anderen Teilnehmer, auch beim Crosslauf waren sie mit Eifer bei der Sache.

 

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