Auch bei der Vierschanzentournee wird gespart. „Früher hatte man als Gesamtsieger eine goldene Karte bekommen und war damit zu allen Springen eingeladen. Doch das gibt es nicht mehr“, sagt Rainer Schmidt. So machte sich der Tournee-Gesamtsieger, der einst für den SC „Motor“ Zella-Mehlis in die Luft ging, genau 50 Jahre nach seinem Triumph jüngst selbst auf den Weg nach Oberstdorf, begleitet von Schwiegersohn und seinen zwei Enkeln. Mit den Erfolgen auf der Schattenbergschanze und beim Neujahrsspringen in Garmisch-Patenkirchen legte er vor einem halben Jahrhundert den Grundstein für den Gesamtsieg. „Damals war es ein Wettkampf, heute ist das ein Event“, vergleicht Schmidt, mittlerweile 74 Jahre alt, in Langewiesen aufgewachsen und mittlerweile in Leipzig lebend: „Es ist halt eine ganz andere Zeit.“