Skiroller-Wettkampf Vergleich mit der Weltklasse

Die schnellste Frau auf Skirollern im Moorgrund war Laura Stichling vom Rhöner WSV. Foto: Heiko Matz/Heiko Matz

Freudig aufgewühlt war die Stimmung unter den 98 Startern und den rührigen Organisatoren von der TSG Ruhla beim 4. Moorgrund-Skiroller-Marathon.

Gumpelstadt - Nach zähen Bemühungen bei den Behörden hatten die Ruhlaer Wintersportler doch noch die Erlaubnis für ihren Wettkampf auf dem gut asphaltierten Wegenetz im Moorgrund bekommen. Dass mit Thomas Bing aus Dermbach auch noch Thüringens aktuell einziger Weltklasse-Skilangläufer am Start war, wertete den Wettbewerb mit Teilnehmern aus mehreren Bundesländern vor allem bei den Nachwuchssportlern auf. Gern erfüllte der Auswahl-Langläufer die Autogrammwünsche der Mädchen und Jungen. „Im Gegensatz zu anderen Sportlern aus dem Oberhofer Leistungszentrum ist sich Thomas nicht zu schade für den sportlichen Vergleich mit den Freizeit-Langläufern“, stichelte der erfolgreiche Ruhlaer Nachwuchstrainer Klaus Baacke.

Thomas Bing machte auf der 7,5-Kilometer-Runde im Moorgrund dann auch richtig Ernst. Nachdem er sich schweißtreibend eingelaufen hatte, ging der 31-Jährige das Rennen in der klassischen Technik über vier Runden konzentriert an. Eine Runde lang konnte ihm Torsten Schreier aus Fröttstädt folgen. Danach musste auch der 44-jährige ehemals zur deutschen Langlauf-Elite gehörende Sportler abreißen lassen. Thomas Bing schob auch die letzte Runde im gleichmäßig hohen Tempo durch und gewann den 30-Kilometer-Wettkampf nach einer Laufzeit von 1:12:20,1 Stunden. Torsten Schreier (1:15:00 h), der sich zwischenzeitlich mit dem Sieger von 2018, Peter Riedl vom SC/TV Gefrees (1:15:31 h), einen spannenden Zweikampf geliefert hatte, sicherte sich vor dem Hünen aus dem Fichtelgebirge den Silberplatz.

Lokalmatador Klaus Baacke (1:15:59 h) auf Platz vier demonstrierte seinen Schützlingen, dass ihr Trainer auch mit 64 Jahren zu den Besten des Volksport-Metiers gehört. Mit guten Leistungen unterstrichen auch heimische Sportler, wie Gunnar Köhler (SV Emsetal), Thomas Braun (SV Medizin Bad Liebenstein), Jan Swiderski (TSG Ruhla) und Fredy Walch (Rhöner WSV), dass sie auch in der pandemiebedingten, wettkampffreien Zeit gut trainiert hatten.

Gut erholt nach ihrem Sieg tags zuvor beim Schneekopflauf präsentierte sich die für den Rhöner WSV startende Oberhofer Schlittenhunde-Sportlerin Laura Stichling auch auf den schnellen Rollski. Die Freundin von Thomas Bing gewann die Damen-Konkurrenz über 22,5 km nach einer Laufzeit von 1:05:59 Stunden vor Rosa Zimare von der SG Klotzsche (1:08:01 h) und Hanna Nöhmeier vom SV Frankenhain.

Von besonderem Interesse für die Trainer und Eltern waren die Nachwuchsrennen auf Inlinern über fünf Kilometer. Herausragend dabei waren die Leistungen von Nele Bittorf. Das Mädchen vom Rhöner WSV gewann die Konkurrenz der 13- bis 15-jährigen Mädchen in 11:53 Minuten vor ihrer Vereinskameradin Lea Schwede (12:34 min) und Leoni Dellit vom WSV Asbach (13:03 min). Bei den gleichaltrigen Jungen gab es einen Dreifacherfolg für die gastgebende TSG Ruhla. Paul Schüßler siegte in starken 11:26 Minuten mit knapp einer halben Minute Vorsprung vor Bjarne Stolz und dem 2 Jahre jüngeren Erik Schreier (12:19 min).

Sehr zur Freude ihrer Trainerin Petra König dominierte Selma Gürtler (SV Medizin Bad Liebenstein) das Rennen der 11- bis 12-jährigen Mädchen. Mit ihrer Siegerzeit von 13:51 Minuten gewann sie deutlich vor Heidi Häffner vom TSV Benshausen (15:52 min) und Klara Höfer vom WSV Rotterode (16:12 min). Siegerin der 16- bis 18-jährigen Mädchen über 15 Kilometer wurde Lena Sophie Groß vom WSV Asbach (47:23 min) vor Sophia v. Schlickenkrull vom TSV Schotten und Juliane Hänsgen (TSG Ruhla).

 

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