Skilanglauf Kompetenz aus Schweden

Chef- und U23-Bundestrainer: Peter Schlickenrieder und Cuno Schreyl. Foto: /Imago

Der Deutsche Skiverband setzt langfristig auf seinen Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder. Neu sind die zwei Disziplin-Trainer.

Peter Schlickenrieder bleibt nach den Erfolgen bei Olympia in Peking bis 2026 Bundestrainer der deutschen Skilangläufer. Der 52-Jährige arbeitet künftig jedoch mit zwei neuen Disziplintrainern zusammen: Für die Frauen ist ab sofort der Schwede Per Nilsson zuständig, der den freiwillig scheidenden Thüringer Erik Schneider ersetzt. Bei den Herren übergibt Janko Neuber an Marc Steur.

„Peter Schlickenrieder hat mit unserem gesamten Trainerteam in den vergangenen Jahren die erhoffte Trendwende eingeleitet und die Disziplin Langlauf wieder an die Weltspitze herangeführt“, sagte Andreas Schlütter, Sportdirektor Langlauf im Deutschen Skiverband (DSV): „Diesen gemeinsamen Weg wollen wir im kommenden Olympiazyklus mit den neuen Disziplintrainern konsequent weitergehen.“

Schlickenrieder hatte 2018 das Amt des gesamtverantwortlichen Bundestrainers übernommen. Bei der Heim-WM 2021 in Oberstdorf erlebte das DSV-Team noch eine herbe Enttäuschung und blieb ohne Medaille, bei Olympia in Peking platzte dagegen mit Gold im Teamsprint durch Victoria Carl (SCM Zella-Mehlis) und Katharina Hennig (Oberwiesenthal) sowie Silber durch die Frauen-Staffel mit Carl und Katherine Sauerbrey (SC Steinbach-Hallenberg) der Knoten.

Als wichtiger Faktor bei den Erfolgen des Frauen-Teams galt Erik Schneider. Der einstige Skilangläufer aus Gräfenroda will sich künftig aber stärker seiner Familie widmen. Eine Überraschung ist die Neubesetzung durch Nilsson, den ehemaligen Heimtrainer von Schwedens Topläuferin Frida Karlsson. „Dass wir einen so renommierten Experten aus Schweden für uns gewinnen konnten, zeigt, dass der DSV im Langlauf wieder zu den ersten Adressen gehört“, sagte Schlütter. Auch bei den Herren wird mit Marc Steur zukünftig ein neuer Disziplintrainer arbeiten. Der Allgäuer war zuletzt Landestrainer in Baden-Württemberg. Zuvor hatte Steur 13 Jahre lang erfolgreich in der Schweiz als Trainer gearbeitet, wo er unter anderem federführend den Aufbau des Nordisch-Stützpunktes in Engelberg mitgestaltete und Sportlerinnen wie Nadine Fähndrich in die Weltspitze führte.

Der U23-Bereich im DSV wird künftig von Cuno Schreyl (Altersbach) geleitet. Am Stützpunkt in Oberhof rückt Victoria Carl, die zuvor bei Schneider trainierte, in die Trainingsgruppe von Schreyl mit Katherine Sauerbrey sowie den beiden Junioren-Weltmeisterinnen Lisa Lohmann und Helen Hoffmann (beide Oberhof).

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