Ski-WM in Kanada Noch mehr Medaillen

Bronze für Benshausen: Team Deutschland mit Anna-Fay Scharfenberg vom SC Motor Zella-Mehlis (vorne links). Foto: YouTube/Karsten Tischer

Skispringerin Anna-Fay Scharfenberg und Kombiniererin Cindy Haasch holen bei den Junioren- und U23-Weltmeisterschaften im kanadischen Whistler die nächsten Thüringer Medaillen.

 
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Am Abschlusswochenende der Junioren- und U23-Weltmeisterschaften im kanadischen Whistler haben die deutschen Ski-Talente noch einmal aufs Medaillenkonto eingezahlt. Nach der Goldmedaille von Langläuferin Helen Hoffmann (WSV Oberhof 05) am Freitagabend über 10 km Freistil legten die Skispringerinnen um Anna-Fay Scharfenberg vom SC Motor Zella-Mehlis nur einen Tag später mit Edelmetall nach.

Die Benshäuserin flog mit Anne Häckel, Lia Böhme (beide Klingenthal) und Michelle Göbel (Willingen) wie im Vorjahr bei ihrer J-WM-Premiere auf den Bronzerang. Scharfenberg zeigte dabei mit 91,5 Metern den weitesten Sprung des deutschen Quartetts. Den Teamwettkampf gewannen die Japanerinnen vor Titelverteidiger Slowenien. Für das abschließende Mixed-Team-Springen am Sonntagmittag (Ortszeit) war Scharfenberg ebenfalls nominiert. Das männliche Skisprung-Team, dem kein Thüringer angehörte, belegte am Samstag Platz fünf.

Zwei Kollisionen stoppen Team D

Äußerst unglücklich verpasste das deutsche Langlauf-Team seine dritte WM-Medaille. In der finalen U23-Mixed-Staffel über 4x5 Kilometer mussten Lisa Lohmann (WSV Oberhof 05), Jan-Friedrich Doerks (SWV Goldlauter-Heidersbach), Helen Hoffmann und Anian Sossau (SC Eisenärzt) ihre Medaillenhoffnungen nach zwei Kollisionen begraben.

Die Oberhoferin Lohmann – vom kanadischen Kommentator ehrfürchtig „The Terminator“ genannt – legte als Startläuferin perfekt vor. Zeitgleich mit der Norwegerin Kristin Fosnäes übergab sie den Staffelstab. Jan-Friedrich Doerks übernahm für Team D, büßte auf seinen fünf Kilometern 16 Sekunden auf den führenden Norweger ein. Schweden lief auf Rang zwei vor. Goldmedaillen-Gewinnerin Helen Hoffmann konnte die Lücke trotz einer Kollision mit einer Konkurrentin wieder schließen. Doch auch Deutschlands Schlussläufer Anian Sossau wurde in einen Sturz verwickelt und musste abreißen lassen. Den Sieg machten Frankreich und Schweden unter sich aus – mit dem besseren Ende für die Franzosen. Team D wird mit 26,7 Sekunden Rückstand Fünfter.

Die Bilanz für die deutschen Starter ist dennoch positiv. Vor dem letzten Wettkampf am Sonntagabend sammelten die 32 DSV-Athleten insgesamt zwei Gold-, vier Silber- und eine Bronzemedaille. Kombinierer Tristan Sommerfeldt (Oberwiesenthal), Nathalie Armbruster (Skizunft Kniebis) und Cindy Haasch (Ruhla) mit dem Mixed-Team der Nordischen Kombination hatten das Medaillenkonto in den vergangenen Tagen zusätzlich mit drei Silbermedaillen aufgebessert.

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