Dermbach – Beim legendären Marcialonga in Italien über 70 Kilometer verlief der Wettbewerb für den 35-Jährigen zunächst optimal. Denn er gewann die Sprintwertung nach 18 Kilometern: „Ich habe so getan, als ob ich nicht sprinten will und mir damit die schnellste Spur gesichert. Die anderen waren dann überrascht, als ich den Sprint angezogen habe. In der schnellen Spur konnte mich keiner überholen.“ Der einsetzende, ungewöhnlich lang anhaltende, Schneefall machte es danach nahezu unmöglich, neben der Spur Überholmanöver zu riskieren. Als Bing kurz vor dem 1,5 Kilometer langen Schlussanstieg ein Stockbruch passierte, war die Möglichkeit für eine Top-Platzierung dahin: „Innerhalb einer Minute zogen 40 Läufer an mir vorbei.“ Rang 49 war für den Athleten, der vor zwei Jahren Siebter auf dieser Strecke geworden war, indiskutabel. Eine Woche später beim 50-Kilometer-Rennen beim Jizerska in Tschechien musste der in Oberhof lebende Zollbeamte die Übermacht aus Skandinavien wieder ziehen lassen: „Ich habe auf den falschen Ski gesetzt.“ Mit Rang 38 blieb Thomas Bing bei dem größten Massen-Skilanglauf Tschechiens auch hinter seinen eigenen Erwartungen. Nahm die falsche Skipräparierung jedoch gelassen: „Dieser Lauf ist es immer wieder wert, ihn mitzumachen.“