Skeleton Grotheer fährt erneut aufs Podium

Rang zwei im Erzgebirge: Christopher Grotheer. Foto: dpa/Robert Michael

Der Weltmeister bestätigt seine gute Form: Christopher Grotheer aus Oberhof wird Zweiter beim Skeleton-Weltcup in Altenberg.

Altenberg - Erstes Heimrennen, erster Doppelerfolg für die deutschen Skeleton-Asse: Weltmeisterin Tina Hermann (Königssee) und Lokalmatador Axel Jungk aus Oberbärenburg haben den Weltcup in Altenberg dominiert. Hermann feierte am Freitag im Osterzgebirge für die zuletzt enttäuschenden deutschen Frauen den ersten Sieg in der Olympiasaison, Jungk sorgte gemeinsam mit dem Oberhofer Christopher Grotheer (BRC Thüringen) für einen Doppelerfolg der Männer. Hermann setzte sich vor der Russin Alina Tararytschenkowa sowie Janine Flock aus Österreich durch. Nachwuchshoffnung Hannah Neise aus Winterberg überzeugte zudem als Vierte.

Jacqueline Lölling (Brachbach), Ex-Weltmeisterin und Olympia-Zweite von 2018, bleibt dagegen das Sorgenkind aus deutscher Sicht. Die 26-Jährige wurde nur Neunte und verpasste damit erneut die Teilnorm für die Winterspiele 2022 im Februar in Peking. Drei Platzierungen unter den besten Acht oder zwei auf dem Podest müssen es mindestens sein. „Es werden immer weniger Rennen, aber wenn ich deshalb jetzt nervös werde, dann würde mir das nicht helfen“, sagte Lölling in der ARD: „Das größte Problem ist einfach der Start, da ist der Rückstand noch zu groß.“

Der nach einer Leistungsdelle wieder erstarkte Jungk und Grotheer, der auf seiner Lieblingsbahn in Altenberg 2020 und 2021 Weltmeister ge­worden war, ließen die gesamte Konkurrenz hinter sich. Dritter wurde Rekordweltmeister Martins Dukurs aus Lettland, Alexander Gassner aus Winterberg fuhr auf Rang sechs.

Vor allem Grotheer scheint seinen späten Karriere-Höhenflug auch in der olympischen Saison fortzusetzen, denn er beendete jedes Rennen in diesem Winter auf dem Podest. Dabei gehörte der 29-Jährige lange Zeit nicht zur Weltspitze. Vor seinem überraschenden WM-Titel 2020 hatte Grotheer keinen Weltcup gewonnen. Inzwischen fährt er konstant vorn mit – und gut zwei Monate vor den Olympischen Spielen stimmt die Form.

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