Die Idee, diese Wanderausstellung nach Meiningen zu holen, kam von Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung und des Frauenhauses in Meiningen, die sich die Ausstellung im letzten Jahr in Coburg angesehen haben. Schnell war der Wunsch da, dieses Thema auch in der Meininger Gesellschaft zu zeigen und auch darüber gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Denn jede dritte Frau hat mindestens einmal im Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren, unabhängig vom Alter, von der sozialen Schicht und vor allem unabhängig von der Kleidung. Dass Frauen an Übergriffen nicht schuld sind, weil sie die falsche Kleidung trugen, ist spätestens nach #metoo! offensichtlich. Immer mehr wird das patriarchale Muster des victim blaming, dem Opfer die Schuld für ein Verbrechen zu geben, sichtbar.