Schmalkalden - Im Jahre 2015 entdeckten Mitarbeiter des Thüringer Landesamtes für Denkmalschutz und Archäologie bei Grabungen im Hinterhof von Hoffnung 38 eine frühneuzeitliche Mikwe. Zuvor hatte nichts darauf hingedeutet, dass in dem Quartier ein solches jüdisches Ritualbad existieren könnte – ein Sensationsfund. Die Experten waren sich sofort einig: Dieses Tauchbad im Gewölbekeller eines im 17. Jahrhundert errichteten Fachwerkhauses muss restauriert und erhalten werden. Am morgigen Freitag ist es nun soweit. Die Mikwe und der dazugehörige Präsentationsraum können feierlich eingeweiht werden. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow musste zwar kurzfristig absagen, zugesagt aber haben dennoch viele Interessierte, Förderer und Sponsoren. Insbesondere für die Nachfahren jüdischer Schmalkalder Bürger wird die Eröffnung der Erinnerungsstätte ein bewegender Augenblick sein.