115 Jahre ist es her, dass auf Initiative von Clara Zetkin im Jahr 1910 in Kopenhagen der Grundstein für einen weltweiten Aktionstag gelegt wurde. Am 19. März 1911 wurde der Internationale Frauentag erstmals in Deutschland, Dänemark, Österreich und der Schweiz begangen. Im Mittelpunkt standen Forderungen, die heute selbstverständlich klingen – und doch damals revolutionär waren: das Wahlrecht für Frauen, bessere Arbeitsbedingungen, der Acht-Stunden-Tag.Seit 1921 wird der Frauentag jährlich am 8. März begangen. 1975 erklärten die Vereinte Nationen diesen Tag offiziell zum Internationalen Frauentag. In Deutschland ist er inzwischen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gesetzlicher Feiertag. Weltweit ist er in rund 26 Staaten arbeitsfrei.115 Jahre – das ist mehr als ein Jahrhundert Mut, Widerstand, Durchhaltevermögen und Visionen. Und doch bleibt die Frage: Ist dieser Tag noch zeitgemäß?