Seligenthal Weihnachten ist so viel mehr

Annett Recknagel

Die Seligenthaler Kirche war gut gefüllt, das Benefizkonzert am Samstagabend mehr als hörenswert. Eine gelungene Aktion auf dem Weg zum eigenen Backhaus in Seligenthal.

Wer liebt sie nicht, die Weihnachtsplätzchen? Oder das Marzipan? Oder den Nikolaus und die Weihnachtslieder? Letztere erklangen am Samstag in der Seligenthaler Kirche. Warm war es dort nicht, aber trotzdem rappelvoll. Der riesige Weihnachtsbaum und die vielen Lichter schenkten zusätzliche Herzwärme. Das mit Abstand Nahegehendste aber war die Musik.

Und hier hatten alle Mitwirkenden ihren Anteil. Zuallererst freilich die Kinder. Das sind die kleinen Menschen, die Marzipan und Weihnachtsplätzchen an Weihnachten so lieben. Aber auch den ersten Schnee und die Geheimniskrämerei. Aber: „Das Wunder von Weihnachten ist größer, ist so viel mehr“, sangen sie und ließen ihre Papiersterne nach oben wandern.

Leider war der Kinderchor am Samstag nur ein kleiner – die Grippe hatte die Reihen gelichtet. Diejenigen aber, die anwesend waren, gaben sich die größte Mühe und schmetterten nicht nur Rolf Zuckowskis „Weihnachtsbäckerei“ aus dem Effeff, sondern erzählten auch, dass „Weihnachten die Party für Jesus ist“. Lars Dietsch an der Trompete und Katharina Fräbel an der Orgel sorgten für weitere herzliche Momente. Der Posaunenchor der Landeskirchlichen Gemeinschaft erfreute unter anderem mit „Wir sagen euch an den lieben Advent“. Der Pop- und Gospelchor sang vom „Winterwonderland“ und Willi Funk spielte „Süßer die Glocken nie klingen“ auf seiner Gitarre. Karl Kühn hatte ein Akkordeonstück mitgebracht und der Chor der Landeskirchlichen Gemeinschaft erfreute mit bekannten Weihnachtsliedern.

Zwischendurch informierte Gunnar Funk über das Backhaus, das Zusammengehörigkeit vermittelt. Genauso wie der frisch gegründete Verein Seligenthaler Brotschmiede. Apropos Brot. Die Floher hatten ihr Backhaus angefeuert und den Seligenthalern eigens für die Veranstaltung leckeres Brot gebacken. Das durfte verkostet werden und weckte freilich Vorfreude auf künftig selbst gebackenes. Auch Stollen und Kuchen wollen die Damen und Herren künftig selbst zubereiten. Bei verschiedenen Backhausvereinen haben sie sich schon informiert. Und eine Zeichnung, wie das künftige Backhaus aussehen könnte, konnte in der Kirche auch bereits begutachtet werden. Man ist also vorbereitet. Und noch mehr: Um das Konzert herum gab es im Freien viel Aktion. Bratwürste zum Beispiel, damit man warm bleibt und Glühwein natürlich. Dazu leckere Plätzchen. Die Kinder wurden ins warme Zelt eingeladen. Zum vorweihnachtlichen Basteln. Insgesamt eine große Gemeinschaftsaktion, die Lust auf mehr machte.

 

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