Seligenthal Im Harderholzgrund lässt es sich gut feiern

Annett Recknagel
Das vierte Brunnenfest selbst war sehr gut besucht. und die Stimmung ausgelassen. Foto:  

Der Kirmesverein Seligenthal durfte endlich wieder Brunnenfest feiern – und das war sehr gut besucht.

Wenn sich der Bürgermeister mit gleich zwei Damen im Arm fotografieren lässt, dann ist er offensichtlich tiefen entspannt. Zum vierten Brunnenfest im Seligenthaler Harderholzgrund konnte er das mit bestem Gewissen sein. Denn: Erstens war der 1. Mai und zweitens durfte endlich wieder gefeiert werden. „Das hat den Leuten so was von gefehlt“, meinte Ralf Holland-Nell und lobte den Seligenthaler Kirmesverein.

Der war durch die zweijährige Coronapause glücklicherweise feiertechnisch nicht aus der Übung gekommen. Auch organisatorisch haben die Jungs um Vereinschef Patrick Hey einiges drauf. Das bewies das vierte Brunnenfest. Schon am Freitag hatten die Vorbereitungen dafür begonnen.

Der Samstag stand ganz im Zeichen eines vereinsinternen Waldfestes mit Kesselgulasch. Am Sonntag dann gab es Gebrutzeltes vom Grill, Kuchen, Bier und andere prickelnde Getränke. Der Strom kam wie immer aus der benachbarten Sporthalle. Wasser hatte man im Umfeld des Brunnens ausreichend.

Für Musik war gesorgt. Man war guter Laune, unterhielt sich bestens und prostete sich zu. Die Kinder konnten sich schminken lassen oder vergnügten sich auf einer riesigen Hüpfburg. Die stand nur wenige Meter vom Brunnen entfernt, der dem Fest am 1. Mai seinen Namen gab. Seit 1831 plätschert er dort vor sich hin.

„Höchste Zeit, ein Fest in seiner Umgebung zu veranstalten“, waren sich die Damen und Herren des Seligenthaler Kirmesvereins schon 2017 einig. Da nämlich wurde Premiere gefeiert. Über die Jahre entwickelte sich das Brunnenfest zum Selbstläufer. Man begrüßte immer mehr Gäste. Dann kam Corona. Das Fest musste pausieren. Jetzt wurde es mit neuen Leben erfüllt. Im Harderholzgrund am Brunnen ist es ebenso richtig urig. Das wissen die Gäste längst. Das große Banner mit Aufschrift „Kirmesverein“ wurde für jedermann sichtbar am Strommasten befestigt.

Die ersten Gäste fanden schon in den Vormittagsstunden den Weg in den Harderholzgrund. Am Nachmittag gesellten sich viele Wanderer dazu. Bürgermeister Ralf Holland-Nell unterhielt sich bestens und lobte die Idee des Kirmesvereins. „Das fördert den Zusammenhalt im Ort und darüber hinaus“, meinte er.

Der Kirmesverein Seligenthal setzt sich aus 75 Mitgliedern zusammen, 35 sind Aktive. Schon jetzt freuen sie sich auf die nächste Kirmes. Die soll wie 2021 wieder als Open-Air-Veranstaltung auf dem Festplatz gefeiert werden. „Im letzten Jahr gab es eine Top-Resonanz und Top-DJs“, erinnerte sich Patrick Hey.

Deshalb will man auch 2022 ohne Festzelt am zweiten Septemberwochenende durchstarten. Und das Wetter? „Der Herrgott ist ein Seligenthaler“, meinte Vereinsmitglied Toni Beran. Außerdem habe es zur Kirmes in Seligenthal noch nie geregnet. Und zum Brunnenfest natürlich auch nicht.

 

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