Sonneberg - Wie viele Senioren leben ganz allein, räumlich manchmal sogar weit entfernt von ihren Angehörigen. Und selbst wenn die Entfernung nicht groß ist, halten gerade jetzt die Kontaktbeschränkungen die Leute auf Distanz. Wenn dann auch die Gesundheit bei betagten Menschen nicht mehr mitspielt, können sie schnell in eine ausweglose Situation geraten. Nicht umsonst werden betreute Wohnungen immer gefragter. Doch viele Ältere möchten lieber in ihren eigenen, vertrauten Wänden bleiben. Hilfe kann man im Notfall auch dann bekommen, denn für solche Zwecke gibt es den Hausnotruf. Ein Armband oder eine Halskette mit Alarmknopf (übrigens wasserfest und stoßsicher) braucht in einer Notlage nur kurz gedrückt zu werden, dann leitet die DRK Hausnotrufzentrale in Saalfeld-Rudolstadt, die sich sofort meldet, Hilfe ein. Selbst wenn der Patient nicht mehr selbst antworten kann. Denn die Kundendaten liegen dort vor, und so kann der Anrufer genau zugeordnet werden. Der DRK-Kreisverband Sonneberg bietet diesen – freilich kostenpflichtigen – Service seit vielen Jahren an, der unter Umständen Leben retten oder zumindest vor größeren gesundheitlichen Beeinträchtigungen bewahren kann. Die Nachfrage ist groß. Tobias Cyriax, beim Kreisverband für den Hausnotruf zuständig, berichtet von rund einem halben Dutzend Anschlüssen pro Monat. „Der Notruf gibt den Senioren ein Gefühl von Geborgenheit und den Angehörigen Sicherheit. Denn es ist immer jemand da, der hilft“, sagt der 24-Jährige.
Selbstständigkeit für Senioren Ein Sück Sicherheit am Armband
Andreas Beer und Antje Kanzler 28.04.2021 - 11:50 Uhr