Im Frühjahr beging die Suhler Selbsthilfebewegung ihr 35-jähriges Bestehen, am Samstag folgte der 35. Selbsthilfetag. Ein Nachmittag, der im und um das Soziale Zentrum im Atrium des CCS und im Bankettsaal Kaluga randvoll gefüllt war mit Informationen, Erfahrungsaustausch, Miteinander und Begegnung. Genau das mache diesen Tag aus, sagt Bürgermeister Jan Turczynski. „Informationen zu allen Themen sind heutzutage immer und überall im Internet abrufbar. Doch diese Flut an Informationen kann die persönlichen Begegnungen, den Erfahrungsaustausch mit Betroffenen, die verständliche Einordnung im direkten Gespräch nicht ersetzen“, sieht er es. Die von Jahr zu Jahr zunehmende Nachfrage nach Fachvorträgen – in diesem Jahr zum Thema Darmgesundheit – unterstreiche das. Deshalb komme der Selbsthilfe, die in Suhl auf eine große Erfolgsgeschichte verweisen kann, nach wie vor eine sehr hohe Bedeutung zu. Dass es solche Veranstaltungen wie den Selbsthilfetag gebe, sei keineswegs selbstverständlich. „Da braucht es viele engagierte Menschen – im Haupt- und im Ehrenamt“, sieht es der Bürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung. Menschen wie die Leiterin des Sozial- und Gleichstellungsbüros der Stadtverwaltung Julia Schmatloch oder der Vorsitzende des Selbsthilfebeirats Thomas Bender, die sich dieser anspruchsvollen Aufgabe stellen. Mehr als 60 Selbsthilfegruppen mit weit über 2000 Aktiven gibt es derzeit in Suhl unter dem Dach des Sozialen Zentrums.