Sekundäres Ertrinken: Vorbeugen
Bei Kindern gilt immer: Lassen Sie diese niemals unbeaufsichtigt im Wasser. Auch nicht, wenn sie bereits schwimmen können.
Da häufig Erschrecken und plötzliches Einatmen die Ursache für Ertrinken, Wasser in der Lunge oder einen Stimmritzenkrampf sind, sollten Kinder früh lernen, sich sicher im Wasser zu bewegen. Ab einem Alter von etwa 4 Jahren können Kinder schwimmen lernen. Dazu gehört im Laufe der Zeit auch das Tauchen und die Fähigkeit, beim Untertauchen ruhig zu bleiben. Bringen Sie Ihren Kindern auch gängige Baderegeln bei und besuchen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Kind einen Kurs beim DLRG, um Maßnahmen der Selbstrettung zu erlernen. Denn bis zu 85 Prozent aller Ertrinkungsunfälle hätten durch ausreichendes Schwimm- und Tauchtraining vermieden werden können (1).
Sekundäres Ertrinken vs. trockenes Ertrinken: Unterschied
Weil das sekundäre Ertrinken nicht im Wasser stattfindet, wird es häufig mit dem trockenen Ertrinken gleichgesetzt. Trockenes Ertrinken findet jedoch, anders als der Name vermuten ließe, im Wasser statt.
Beim trockenen Ertrinken kommt es (leider meistens bei Kindern) zu einer Schockreaktion. Wenn das Kind beispielsweise das Gleichgewicht verliert und das Gesicht unter Wasser gerät, schließt sich reflexartig die Stimmritze. Die sorgt dafür, dass wir keine Flüssigkeit einatmen. Leider passiert es manchmal, dass sich die Bänder im Rachenraum verkrampfen und das Kind „ertrinkt“, obwohl gar kein Wasser in die Lunge geraten ist.