Schwimmkurse im Ilm-Kreis Schwimmunterricht wird nachgeholt

  Foto:  

Über viele Wochen hinweg ist wegen der Corona-Pandemie und des Lockdowns der Schwimmunterricht ausgefallen. Nun sollen die Sommerferien dazu genutzt werden, den Kindern trotzdem noch das Schwimmen beizubringen.

Ilm-Kreis - An diesem Freitag ist der letzte Schultag in Thüringen vor den Sommerferien. Damit endet ein Schuljahr, das nahezu komplett im Zeichen der Corona-Pandemie stand. Unzählige Stunden in den Klassenzimmern sind durch die Schulschließungen weggebrochen, aber auch der Schwimmunterricht konnte über einen langen Zeitraum nicht abgehalten werden. Zwar war in den vergangenen Wochen laut Bildungsministerium überall in Thüringen der Schwimmunterricht wieder nach Plan verlaufen, nach Schätzungen der Thüringer Schwimm- und Wasserrettungsverbände hatten im Lockdown aber bis zu 27 000 Kinder im Freistaat keinen Schwimmunterricht erhalten.

Die Verbände hatten deshalb mehr Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Schwimmbädern gefordert, um den durch die Corona-Pandemie ausgefallenen Schwimmunterricht nachzuholen. „Vor uns steht eine riesige Aufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können“, sagte der Präsident des Landesverbands Thüringen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Harry Sloksnat. „Es wird viel Kraft kosten, diesen Ausfall zu kompensieren und jedem Kind die Chance zu geben, Schwimmen zu lernen“, sagte der Sprecher der Wasserwacht des DRK, Dirk Bley. Bereits vor der Pandemie seien die Wartelisten für Schwimmkurse vielerorts ausgebucht gewesen, ergänzte Jenny Joel, Geschäftsführerin des Thüringer Schwimmverbands.

Um die Defizite auszugleichen und möglichst vielen Kindern und Jugendlichen das Schwimmen beizubringen, sind in den Sommerferien auch im Ilm-Kreis etliche zusätzliche Schwimmkurse geplant. „Vielerorts werden die Ferien durch unsere Grundschulen und Ferienkinder genutzt, um pandemiebedingt ausgefallenen Schwimmunterricht nachzuholen. Das freut mich sehr“, sagte Landrätin Petra Enders auf Nachfrage von Freies Wort. Sie dankt den Bürgermeistern, Städten und Gemeinden sowie den Bäderbetrieben für die Unterstützung.

Alle Schulen angeschrieben

Wie das Landratsamt auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, seien etwa alle Schulen, die Schwimmunterricht in der Ilmenauer Schwimmhalle während der Schulzeit gehabt hätten, durch den Bäderbetrieb angeschrieben worden. Vom Angebot Gebrauch machen werden die Grundschule Zilokowski in Ilmenau (vom 26. Juli bis 30. Juli), die Grundschule Thomas Müntzer in Gehren (vom 16. August bis 20. August), die Grundschule Karl Zink in Ilmenau (vom 23. August bis 27. August) und das Förderzentrum Pestalozzi in Ilmenau (vom 23. August bis 28. August). Die Kurse in Ilmenau werden in Zusammenarbeit mit der Wasserwacht organisiert und wochentags von 9 bis 11 Uhr im Freibad stattfinden. In dieser Zeit wird das Freibad für den Publikumsverkehr um 10 Uhr vormittags öffnen.

Auch in Großbreitenbach wird es in den Ferien Schwimmunterricht geben – unabhängig von der Corona-Pandemie. Der Kurs hier wird zum dritten Mal vom Kreissportbund angeboten. Die Kinder können vom 9. bis 13. August das Schwimmen lernen. Der Kurs ist allerdings bereits vollständig belegt.

Freie Plätze gibt es dafür noch im Geratal. Auch hier wird der Kurs vom Kreissportbund angeboten – zum ersten Mal im Schwimmbad in Geraberg. Der Kurs vom 30. August bis 3. September ist für alle Ferienkinder offen, aktuell liegen schon zwölf Anmeldungen vor. Wer noch Interesse hat, sein Kind für den Schwimmkurs anzumelden, kann sich per Telefon unter (0 36 77) 89 30 92 oder (0170) 3  76  62   29 oder per E-Mail an info@sportjugend-ilmkreis.de melden.

Auch im nördlichen Ilm-Kreis gibt es für Schulen Schwimmkurse in den Sommerferien im Arnstädter Hallenbad. So holt die Geschwister-Scholl-Grundschule der Kreisstadt ihren Unterricht vom 26. bis 30. Juli nach. Die Astrid-Lindgren-Grundschule Osthausen besucht vom 26. Juli bis 13. August das Arnstädter Hallenbad.

Beförderung mit der IOV

Wie das Landratsamt mitteilt, können die Schulkinder mit Bussen der Ilmenauer Omnibusverkehrsgesellschaft (IOV) zu den Kursen gefahren werden. Doch nicht alle Schulen hätten von diesem Angebot Gebrauch gemacht.

Dass sich nicht mehr Schulen an den Angeboten beteiligen, möchte das Landratsamt derweil nicht als mangelndes Interesse gewertet sehen. „Nicht von allen Schulen konnten aus schulorganisatorischen und personellen Gründen die bestehenden Angebote angenommen werden“, heißt es aus der Kreisverwaltung. Allerdings sollen auch die Herbstferien genutzt werden, um ausgefallenen Schwimmunterricht nachzuholen.

Autor

 

Bilder