Hühnerfüße, Tischtennis und 120 Flugzeuge
Bei den konkreten Vereinbarungen gab es zunächst keinen großen Wurf. In Anwesenheit von Li und Merz wurden fünf Regierungsabkommen unterzeichnet, unter anderem zum Klimaschutz, zu den wegen der Afrikanischen Schweinepest gestoppten deutschen Fleisch-Exporten, zum Handel mit Hühnerfüßen und zur Übertragung von deutschen Tischtennis- und Fußballspielen in chinesischen Staatsmedien.
Früher kamen Bundeskanzler regelmäßig mit Milliardenverträgen für die deutsche Wirtschaft nach Hause. Eine große Nummer gab es dann aber doch noch. "Wir haben gerade die Nachricht bekommen, dass die chinesische Führung bei dem Unternehmen Airbus eine größere Zahl weiterer Flugzeuge bestellen wird", sagte Merz am Abend (Ortszeit). Es geht um 120 Flieger von Airbus, Einzelheiten wurden nicht bekannt.
Merz warnt vor militärischem Eingreifen in Taiwan
Mit Blick auf Taiwan betonte Merz, dass die Bundesregierung an ihrer sogenannten Ein-China-Politik festhalte, nach der Deutschland wie die meisten anderen Staaten offiziell nur die Volksrepublik China und nicht den unabhängig regierten Inselstaat Taiwan anerkennt, den Peking als Teil seines Territoriums betrachtet. Merz fügte aber hinzu: "Jede Bemühung um eine Wiedervereinigung oder Vereinigung zwischen China und Taiwan kann nur auf friedlichem Wege erfolgen und nicht mit militärischen Mitteln."