Die Zeit drängt, denn bereits für nächstes Jahr wird in der gesetzlichen Pflegeversicherung ein Defizit von bis zu zehn Milliarden Euro erwartet. Es muss also rasch etwas passieren. Nur hatte es der Gesetzentwurf der heutigen Kanzleramtsministerin und damaligen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wochenlang nicht geschafft, vom Bundeskabinett verabschiedet zu werden. Zu groß waren die Differenzen in der Regierungskoalition, längst nicht nur wegen der SPD, sondern etwa auch wegen der CSU. Schließlich geht es in der Pflegereform, offiziell: Pflegeneuordnungsgesetz, vor allem darum, Geld zu sparen. Oder anders gesagt: Es soll weniger Leistungen für die immer mehr Pflegebedürftigen geben, um nicht auch noch in der Pflegeversicherung die Beiträge steigen zu lassen.