Partei von Parmelin ist gegen Abkommen
Als kurios gilt, dass die Abkommen in Brüssel mit Parmelin von einem Politiker unterzeichnet wurden, dessen eigene Partei, die rechte SVP, die Verträge rigoros bekämpft. Das liegt an einer Eigenheit des Schweizer Regierungssystems: Wer in die siebenköpfige Regierung eintritt, ist dem Konsens im Kabinett stärker verpflichtet als der eigenen Partei. Das Land wird seit Jahrzehnten von einer Koalition der vier wählerstärksten Parteien regiert.
Von der EU hieß es am Montag, das Paket werde einen reibungslosen Zugang zu einem Markt mit 460 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern schaffen – mit wirtschaftlichen Vorteilen für beide Seiten. Durch die Angleichung von Standards und Regeln in eng verflochtenen Bereichen werde es Rechtssicherheit schaffen und den Handel mit Waren wie Medizinprodukten und Lebensmitteln vereinfachen. Zudem solle es auch klarere Regeln für Grenzpendler schaffen.
Die Schweiz werde zudem EU-Studierende und Schweizer Studierende bei Studiengebühren sowie allen sonstigen mit dem Studium verbundenen Gebühren oder Abgaben an der weit überwiegenden Mehrheit der öffentlichen Universitäten gleich behandeln. Das derzeitige Zugangsniveau von EU-Studierenden zu diesen Universitäten bleibe dabei erhalten.