„Das ist ein sehr sensibles Thema“, sagt Andreas Meusel. Föritztals Bürgermeister bringt den Ortsteil Sichelreuth ins Spiel, wenn es um Trinkwasserressourcen und deren Nutzung geht. Vor etwa zwei Jahrzehnten waren es Tiefbrunnen im Sonneberger Unterland, deren Betrieb Risse im Gemäuer mancher Wohnhäuser zur Folge hatte. Wiederholt sich das Szenario möglicherweise? „Wir sind gebrannte Kinder“, mahnt der Bürgermeister auf eine Anfrage dieser Zeitung hin. In der bayerischen Nachbargemeinde Mitwitz stand die Aktivierung eines Trinkwasserschutzgebietes im mittleren Steinachtal zur Debatte. Die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) will dort im großen Stil Grundwasser aus dem Boden holen, um Trinkwasser daraus zu machen. Im Mitwitzer Gemeinderat stieß das Ansinnen auf wenig Gegenliebe, sprich auf Ablehnung. Was die oberfränkischen Kommunalpolitiker zudem noch stört, das Trinkwasserdargebot soll den Bedarf in Unterfranken decken.