Die Schafe der Agrargenossenschaft Schmalkalden-Schwallungen haben seit kurzem zwei Beschützer. „Ali“ und „Apollo“ passen auf die Tiere auf. „Zum Glück hatten wir noch keine Wolfsangriffe, obwohl wir direkt am Rennsteig mitten im Wald unsere Tiere hüten“, sagt Vorstandschefin Astrid Hatzel. Ein Grund zum Aufatmen oder gar Ausruhen ist das jedoch nicht. „Andere Landwirte der Region hatten schon Wolfsrisse.“ Immerhin ist das Gebiet Trusetal-Seligenthal als Wolfsterritorium eingestuft. „Das macht nicht nur deutlich, dass hier Gefahren für die Nutztiere drohen, das verpflichtet uns auch, etwas für sie zu tun – um sie zu schützen und auch wirtschaftlichen Schaden vom Betrieb abzuwenden.“ Ein Wolf würde nicht nur Schafe töten und verletzen. „Nach solch einem Vorfall, der die Tiere in Panik versetzt, würde man die Herde außerdem nicht wiedererkennen“, weiß Schäfer Christian Frebel. Berufskollegen haben das schon genug erlebt. „Trächtige Muttertiere würden zudem verlammen.“ So heißt es im Fachjargon, wenn es zu Fehlgeburten kommt.
Schutz vor Wölfen „Ali“ und „Apollo“ passen auf
Birgitt Schunk 01.08.2026 - 07:00 Uhr