Wenn für die Mädchen und Jungen in nicht ganz zwei Wochen wieder die Schule beginnt, werden einige Klassenräume, Sportplätze und Turnhallen in Suhl und Zella-Mehlis in neuem Glanz erstrahlen.
Ferienzeit ist auch Bauzeit in den Schulen. In Suhl und Zella-Mehlis wird seit Wochen gebaut und viel Geld investiert.
Wenn für die Mädchen und Jungen in nicht ganz zwei Wochen wieder die Schule beginnt, werden einige Klassenräume, Sportplätze und Turnhallen in Suhl und Zella-Mehlis in neuem Glanz erstrahlen.
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Tausende Euro gibt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen als Schulträger in Zella-Mehlis aus. Wie Christopher Eichler, Sprecher im Landratsamt, mitteilt, fließen aktuell in die Schillerschule 7000 Euro, damit der Spielplatz auf dem Areal mit neuen Fallschutzmatten bestückt werden kann. Zusätzlich erfolge die Sanierung von drei Horträumen, die für 50 000 Euro einen neuen Anstrich erhalten, und zwar aus Haushaltsmitteln des sogenannten Ganztages-Investprogramms.
Ohne den Einsatz finanzieller Mittel wird Christopher Eichler zufolge im Heinrich-Ehrhardt-Gymnasium Zella-Mehlis der IT-Hauptverteilerraum für die schulische Infrastruktur umgebaut. Richtig viel Geld kosten dagegen die Maßnahmen im Berufsbildungszentrum Suhl/Zella-Mehlis, wo der Umbau der Aula stattfindet und ein zweiter Rettungsweg geschaffen wird. Rund 613 000 Euro sind dafür eingeplant, wobei die Arbeiten erst zum Jahresende zum Abschluss kommen werden.
In der Mehrzweckhalle der Arena Schöne Aussicht in Zella-Mehlis wird das Brandschutzkonzept aktualisiert und umgesetzt, und zwar noch bis Dezember. Kostenpunkt: 71 145 €.
In Suhler Schulen wird ganzjährig gebaut und modernisiert, da die Arbeiten längst nicht mehr alle in der schulfreien Zeit durchgeführt werden können. „Die Maßnahmen erfolgen daher nicht nur ausschließlich in den Sommerferien. Bereits seit einigen Jahren, nach Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sowie verfügbaren Potenzialen der Unternehmen, unter enger Abstimmung mit den jeweiligen Schul- beziehungsweise Einrichtungsleitern erfolgen die Arbeiten ganzjährig, in und außerhalb der Ferienzeit. Im Bausektor ist eine zeitliche Beschränkung ausschließlich auf die Sommerferien gar nicht mehr händelbar“, teilt Steven Bickel, Leiter des Büros des Oberbürgermeisters, mit.
Werterhaltungsmaßnahmen an den Suhler Schulen sind von Jahresbeginn bis einschließlich der Sommerferien in zahlreichen Einrichtungen durchgeführt worden beziehungsweise laufen noch. In der Grundschule Heinrichs wurden diverse Reparaturarbeiten für rund 2000 Euro in Angriff genommen, an der Grundschule Himmelreich für rund 5000 Euro. Zusätzlich wurden Malerarbeiten im Flur und in Klassenräumen vorgenommen für insgesamt 5200 Euro, außerdem die Treppenkanten saniert für rund 4500 Euro.
Kosmetische Korrekturen waren auch in der Grundschule Ringbergschule notwendig; hier wurden Reparaturarbeiten für 3000 Euro ausgeführt. Malerarbeiten im Flur und in den Treppenhäusern kosteten rund 6000 Euro. Etwas mehr ausgeben musste die Stadt für die brandschutztechnische Reinigung der Lüftungsanlage, die 15500 Euro verschlang, sowie für die Erneuerung einer zweiflügeligen Außentür – rund 7000 Euro. Alles in allem wurden 31 500 Euro für die Bildungseinrichtung ausgegeben.
In die Schulen auf dem Lautenberg in Suhl – die Thüringer Gemeinschaftsschule und die Grundschule – fließen insgesamt 57 000 Euro. Zu den Maßnahmen, die durchgeführt werden, gehören verschiedene Reparaturarbeiten (2000 Euro), Bodenbelagsarbeiten im Bereich der Schulleitung und des Sekretariats für rund 6000 Euro und die Errichtung einer 30 kWp-Photovoltaik-Dachanlage inklusive 22 kWh-Speicher für 49 000 Euro. Für die grüne Stromerzeugung gibt es im Übrigen eine hundertprozentige Finanzierung durch Zuweisungen aus dem Klimapakt mit Kommunen laut Thüringer Klimagesetz. In die Suhler Jenaplanschule Haus 1 werden insgesamt 20 000 Euro investiert. Dazu zählen neben Reparaturarbeiten auch der Melderaustausch der Brandmeldeanlage für 18 000 Euro.
Sehr viel Geld wird in diesem Jahr in die Paul-Greifzu-Schule und die dazugehörende Sporthalle gesteckt. Steven Bickel zufolge sind das in diesem Jahr rund 380 000 Euro. Neben Reparaturarbeiten für 4000 Euro wird die Umstellung auf LED-Beleuchtung inklusive Planungsleistung für rund 190 000 Euro in Angriff genommen. Die Umsetzung ist bereits abgeschlossen, wurde Ende 2024 begonnen und im Frühjahr dieses Jahres beendet. Auch hierfür kam eine hundertprozentige Finanzierung durch Zuweisung aus dem Klimapakt. Repariert beziehungsweise saniert wurden des Weiteren die Trennvorhänge in der Turnhalle für 16 000 Euro und das Oberlichtband in der Turnhalle für 170 000 Euro.
Insgesamt 34 000 Euro fließen ins Staatliche Gymnasium Suhl (Haus 1 und Haus 2). Die Mittel teilen sich auf in Reparaturarbeiten für rund 2000 Euro, in Maler- und Bodenbelagsarbeiten für den Musikraum für 25 000 Euro und die brandschutztechnische Reinigung der Lüftungsanlage für 7000 Euro.
In der Dombergschule finden Elektroarbeiten für 5000 Euro und Reparaturen für 2000 Euro statt. Zudem wird ein dezentraler Verbrühungsschutz eingebaut, der 7000 Euro kostet.
Etwas mehr als 40 000 Euro werden für das Staatliche Berufsbildungszentrum und Internat in Suhl ausgegeben. Die Mittel fließen auch hier für Reparaturarbeiten (2000 Euro), für Maler- und Bodenbelagsarbeiten in einem Raum (für 12 000 Euro) und für die brandschutztechnische Reinigung der Lüftungsanlage (rund 7500 Euro). Ein Hausmeisterdienst, den die Kommune für die Bildungsstätte gebunden hat, kostet die Stadt 19 000 Euro.
Die Jenaplanschule Haus 2 im Ortsteil Schmiedefeld ist aufwendig auf neue Anforderungen zugeschnitten worden. Nach Angaben von Steven Bickel wurde die Erweiterung der Grundschule durchgeführt, wobei weitere Klassenräume entstanden sind, die in den Ferien fertiggestellt werden. Kostenpunkt: 91 000 Euro.
Immerhin 12,8 Millionen Euro werden eingesetzt für den Umbau und die Sanierung des Staatlichen regionalen Förderzentrums (Aue-Schule). Davon kommen 7,5 Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm Gewährung von Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Schulinfrastruktur. Die Stadt gibt 5,3 Millionen Euro aus Eigenmitteln hinzu. Die Außenanlagen, also der Schulhof, werden laut Steven Bickel in Abhängigkeit der Bereitstellung von Fördermitteln voraussichtlich 2026 umgesetzt. Geplante Nutzungsaufnahme des Schulgebäudes sei Anfang August mit Beginn des Schuljahrs 2025/2026.
Da der Aue-Sportpark auch von Suhler Schulen genutzt wird, wird auch dort vieles neu gemacht. Es entsteht ein Gebäude für Umkleide- und Sanitäranlagen. Die Gesamtkosten: rund 2,5 Millionen Euro. Davon trägt die Stadt 1,1 Millionen Euro, der Rest sind Fördermittel. Das Haus soll noch im September in Betrieb genommen werden.