Schulhofprojekt Langewiesen Grüner wird’s vorerst nur am Rande

Ginge es nach Schule und Förderverein der Heinse-Grundschule, wäre der Schulhof längst Baustelle. Die Absprachen mit dem Schulträger für eine Begrünung des Hofes sind aber im Gange.

  Foto: Evelyn Franke

Die Ideen für einen naturnaheren, grünen Schulhof sind zu Papier gebracht, die Absprachen zur möglichen Umsetzung zwischen Schulträger und Landschaftsplanerin im Gange, Mittel im Kreishaushaltsentwurf schon einmal angesetzt und die Eltern beim Einwerben von Mitteln und bereit, mit Hand anzulegen beim ersten Schritt zu einer Gestaltung des Schulhofes der Heinse-Grundschule in Langewiesen. Aus Sicht von Förderverein und Kindern könnte es direkt im Frühjahr losgehen ...

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Impuls des Fördervereins

Ausgangspunkt für die Pläne war die Initiative des Fördervereins der Grundschule, der mit seinem Bemühen um Förderung das Projekt angestoßen hatte. Im Oktober 2024 hatte schließlich die Stiftung Naturschutz Thüringen aus dem Förderprogramm „Naturschutz beginnt vor der Haustür“ einen Bewilligungsbescheid über 6000 Euro an den Förderverein der Kita und Grundschule Langewiesen übergeben. Damit sollte der Grundstein für eine Fachplanung, die aus den Ideen und Wünschen von Kindern, Lehrkräften und Förderverein ein Umgestaltungsprojekt für den Hof entwickelt, gelegt werden. Ziel war es,die gepflasterte Hoffläche, die bislang Spielangebote und eine Markise für Schatten hat, naturnaher und insgesamt etwas grüner zu gestalten.

 

In diesem Gestaltungsvorschlag hatte die Landschaftsarchitektin die Ideen versucht umzusetzen. Foto: Grundschule

Fünf Monate später waren aus einer Umfrage mit Ideensammlung in der Schule bereits von den Viertklässlern mit viel Geschick Modelle gefertigt worden, in denen ihre Vorstellungen mit Unterstützung von Schulgartenlehrerin Luise Stephan und Werkenlehrerin Alina Heupel mit Hilfe von Naturbastelmaterial eine Form gaben. Auch die Eltern hatten nach dem Start einen Einblick in die Pläne erhalten und konnten sich zwischenzeitlich ein Bild von den Modellen machen. Von diesen ließ sich schließlich die in diesem Bereich erfahrene Landschaftsarchitektin Franka Möschl anregen und entwickelte daraus einen Gestaltungsvorschlag.

Eltern sind bereit anzupacken

Während dieser nun mit dem Schulträger, dem Landratsamt Arnstadt abgestimmt wurde, war auch der Förderverein aktiv: Es gibt es monatliche Treffen, in denen engagierte Eltern zusammenkommen, die sich um verschiedene Aufgabenbereiche kümmern. Zum einen, um bei Sponsoren Eigenmittel einzuwerben, und zum anderen, um notwendiges Material für die Umgestaltung zu beschaffen. Denn: Sie möchten sich an der Umsetzung einbringen.

Nun galt es den Schulträger, den Landkrei,s einzubinden. Die Planung für den Schulhof der Grundschule Langewiesen ist durch die beauftragte Planerin in enger Abstimmung mit der Schule erarbeitet worden, heißt es auf Nachfrage beim Ilm-Kreis als Schulträger. Die Entwurfsplanung war dem Landratsamt Ende Juni 2025 vorgelegt und durch das zuständige Fachamt geprüft worden. Dabei wurden sowohl die örtlichen Gegebenheiten – etwa vorhandene Entwässerungen und Einbauten – als auch bereits realisierte, geförderte Maßnahmen berücksichtigt, erläutert das Amt und macht auch auf einen wichtigen Umstand aufmerksam.

Zweckbindung schränkt ein

Mit Fördermitteln verknüpft

Im Zuge der Generalsanierung des Schulgebäudes im Jahr 2019/2020 waren die direkt an das Gebäude anschließenden Außenflächen mit Hilfe von Fördermitteln neu gestaltet worden. Zudem konnten über das Förderprogramm „GanztagInvest I“ Spiel- und Bewegungsbereiche (Sandkästen, Markise, Fallschutz und Bewegungsflächen) in Abstimmung mit der Schulleitung geschaffen werden. Für diese geförderten Flächen gilt eine Zweckbindung von 15 Jahren nach Fertigstellung. Konkret: Die mit Förderung gestalteten Flächen können nicht ohne Weiteres umgebaut werden.

10.000 Euro eingeplant

Dem geäußerten Wunsch der Schule nach mehr naturnahen, grünen und schattigen Bereichen, soll natürlich dennoch nachgekommen werden. Um dies umsetzen zu können, sollen laut Schulträger Maßnahmen auf den nicht geförderten Flächen entlang der mit Holz verkleideten hohen Mauer zum Nachbargrundstück realisiert werden – also in Bereichen, die nicht den genannten Zweckbindungen unterliegen. Die dafür notwendigen Mittel in Höhe von 10.000 Euro wurden in den Entwurf des Haushaltsplans für 2026 eingestellt.

Vorausgesetzt, dass diese Mittel im aktuellen Haushaltsverfahren berücksichtigt werden, erfolgt die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung der Maßnahmen in Abstimmung mit der Schule, kündigt das Landratsamt an.

An den Eltern, die sich laut Ann-Katrin Heynlein vom Förderverein, gerne bei der Vorbereitung (Sponsorensuche, Materialorganisation) und bei der Umsetzung einbringen möchten, soll es nicht liegen. Sie warten schon auf das Startsignal.