In wirtschaftlich schlechten Zeiten sparten die Menschen vor allem bei funktionalen Dingen, sagt Brinkmann. "Aber wenn da Verführung mit reinkommt, dann funktioniert es wieder. Wenn ein Produkt mit einer Geschichte verbunden ist, dann gönne ich mir das, egal ob ich es benutze, ob ich es sammle oder es mir einfach Spaß macht." Als Beispiel nannte er eine limitierte Edition von Textmarkern, für die Stabilo mit der Luxusmarke Dolce & Gabbana zusammengearbeitet hat.
Ein zweites wichtiges Standbein sind für Stabilo Innovationen, die Brinkmann zufolge die digitale und die analoge Welt zusammenbringen. Zurzeit ist das ein Schreiblernstift, der Kindern individuelle Übungen und Rückmeldung dazu gibt.
Faber-Castell sieht dagegen aktuell keine großen Chancen für hybride Lösungen. "Auch wir haben Dinge in Kooperationen probiert, aber vor zwei Jahren bewusst entschieden, da nicht zu investieren", erläutert Leitz. "Das Geschäft ist kapitalintensiv, man braucht spezifisches Wissen und die Geschwindigkeit der Veränderung ist unglaublich schnell."