Schönbrunn - Da klettert doch jemand auf einen Baum. Es ist ein junger Mann, der Schutzkleidung trägt, einen Helm dazu. Er lächelt, umfasst die Buche und seilt sie an. "Das ist Tudor Ias", sagt Mirolin Labai. Die beiden sind Forstarbeiter, stammen aus Rumänien und sind zurzeit im Forstamt Schönbrunn im Einsatz. Am Steinberg zwischen Schönbrunn und Lichtenau. Dort, wo im September mit Hilfe der Bundeswehr instabile Buchen notgesprengt wurden, wird nun noch einmal genau hingeschaut. Bäume, die in den kommenden zehn/fünfzehn Jahren zur Gefahr werden könnten, werden entnommen. Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme und eine Reaktion auf das, was in diesem Jahr im Wald passiert ist. Trockenheit und Schädlinge haben nicht nur der anfälligen Fichte zugesetzt. Nein, auch Buchen bekamen die Auswirkungen des Klimawandels mit voller Wucht zu spüren.
Schönbrunn Fällen, bevor etwas passiert
Katja Wollschläger 05.11.2019 - 15:26 Uhr