Wölfe haben in den vergangenen Monaten bei Floh-Seligenthal und Trusetal Schafe getötet, Herden gesprengt und so für Aufreger in den Orten gesorgt. Doch wer nun bei der vom Land angesetzten Informationsrunde im Floher Feuerwehrgerätehaus eine auf Krawall gebürstete Zuhörerschaft erwartete, lag daneben. Der Austausch zwischen den beiden Fachfrauen vom Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs und dem 25-köpfigen Publikum verlief ausgesprochen sachlich, regelrecht lammfromm. Erst später kamen kritischere Fragen, niemals vorwurfsvoll oder gar verletzend. Dabei ist es nicht so, dass sich jemand um den Wolf reißt. Doch die Fachfrauen ließen kaum Zweifel daran, dass sich das Nord-Tschechien und Böhmen stammende Wolfspaar hier wohl dauerhaft niedergelassen hat und dass man mit ihm leben muss. „Herdenschutz ist der beste Schutz“, betonten die Fachvorträge haltenden, und Fragen beantwortenden, Expertinnen des Umweltministeriums.