Schneller Einsatz Waldbrand zwischen Stelzen und Fleischbaum

Die Feuerwehren konnten den kleinen Brand zwischen Stelzen und dem Fleischbaum am Sonntag löschen. Foto: /Karl-Wolfgang Fleißig

Vermutlich wurde bei Forstarbeiten am Bleßberg Käferholz verbrannt, aber die Glut sorgte für neues Feuer. Die Feuerwehr musste ausrücken.

Eisfeld/Schirnrod - Zum einem Einsatz wurden am gestrigen Sonntag kurz vor 13 Uhr die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Bleßberg mit Standort in Schirnrod gerufen. Der Leitstelle war eine unklare Rauchentwicklung zwischen Stelzen und Schirnrod gemeldet worden, die sich als eine Brandstelle zwischen Stelzen und dem Fleischbaum entpuppte. Zur Unterstützung nachalarmiert wurden dann auch Einsatzkräfte der Stützpunktfeuerwehr Eisfeld.

Vermutlich wurde bei Forstarbeiten Käferholz verbrannt, das sich dann gestern wiederum entzündet hatte, so die Vermutung vor Ort von Eisfelds Stadtbrandmeister Danilo Hedwig und dem Einsatzleiter der Ortsteilwehr Schirnrod, Florian Eckert.

Insgesamt waren 16 Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen sowie die Polizei erfolgreich vor Ort.

Ein Waldbrand durchläuft in der Regel drei Phasen. Er beginnt als Lauffeuer am Boden, das sich noch leicht bekämpfen lässt. Dieses Lauffeuer kann, besonders bei Nadelgehölzen, auf die Baumwipfel überspringen, was zu dem so genannten Wipfelfeuer und zur schnellen Brandausbreitung führt.

Wipfelfeuer lassen sich deutlich schwerer bekämpfen als Bodenfeuer und wachsen sich leicht zur dritten Stufe, dem Totalbrand, aus. Unter den klimatischen Bedingungen Mitteleuropas bricht ein solcher Vollbrand zusammen, wenn das ihn stützende Bodenfeuer niedergekämpft werden kann.

In Deutschland traten von 1993 bis 2018 im Mittel 1016 Waldbrände pro Jahr auf. In den Jahren 2018 und 2019 haben die Waldbrände deutlich zugenommen.

 

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