Schaut man ins Innere der von Orgelbaumeister Heinrich Schmidt aus Römhild im Jahr 1824 hergestellten Orgel in der Kirche in Neubrunn, ist kaum zu glauben, welch handwerkliches Geschick damals schon vorhanden war, um alle Pfeifen, Registerzüge, Windladen, Wippen, Umlenkrollen, Drahtzüge und Holzstäbchen so einzubauen, dass übers Manual, also die Tastatur, sowie das Fußpedalwerk die „Königin der Instrumente“ recht einfach zum Klingen gebracht werden kann, die Handhabung der Bedienelemente vorausgesetzt. Denn damals, im frühen 19. Jahrhundert, gab es keine computergesteuerten Holzbearbeitungsmaschinen oder Programme zur Erstellung von Konstruktionszeichnungen. Orgelbaumeister Christoph Schindler von der Orgelbaufirma Hoffmann und Schindler bewertet das Instrument jedenfalls als sehr hochwertig in Ausführung und Qualität. „Das ist eine grundsolide Konstruktion, auf Langlebigkeit ausgelegt und mit einem sehr gutem, vollem Klangbild.“