Schmalympics „Starkströmer“ stellen beim Bierathlon alle in den Schatten

Samantha Göbel

Nach zwei Jahren Pause dürfen sie endlich wieder loslegen: Die Studierenden der Hochschule Schmalkalden messen sich in Wettbewerben: Als Erstes ging es ums Bier. Doch nicht ums Trinken, sondern ums Tragen.

Mit der Eröffnungsveranstaltung am Dienstagabend starteten die „Schmalympischen Spiele“ auf dem Campus der Hochschule Schmalkalden. Bei diesen bestreiten Studierende und Mitarbeitende eine Woche lang sportliche Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen. Eröffnet wurden die Spiele, wie bei den echten Olympischen Spielen, mit dem Einzug der Nationen. In Schmalkalden waren das unter anderem Aserbaidschan, Mexico, Polen und natürlich das Gastgeberland Deutschland. An der hiesigen Hochschule studieren junge Menschen aus 70 verschiedenen Ländern. Studierende aus 30 Ländern nehmen an den Schmalympischen Spielen teil. Dem ein oder anderen fiel beim Einlaufen das kleine Fähnchen zwar ab, aber es wurde schnell wieder aufgesteckt, um damit auf die Bühne zu treten und mit Stolz sein Land zu repräsentieren.

Das Entzünden des Schmalympischen Feuers übernahm der Vizepräsident der Hochschule, Uwe Hettler. Und dann stand die erste Disziplin bzw. das erste Event an, der „Bierathlon“. Dies ist ein Lauf über fünf Kilometer über Campus. Die Teams, bestehend aus vier Teilnehmern und einer fünften Person als Aufpasser, müssen auf dieser Strecke einen Kasten Bier mit 20 Flaschen leeren und so schnell, wie es geht, wieder am Ziel ankommen. Wobei die Mädels sich aussuchen dürfen, ob sie Radler oder Bier trinken wollen. Die Aufpasser sind dafür da, Einhaltung der Regeln zu prüfen und für Verstöße Strafminuten zu verteilen.

Insgesamt 19 Teams traten mit Namenschild und einem Kasten Bier ausgestattet an. Einige Namen waren eher normal, wie „WG^2“, andere unterhaltsamer, wie „Team Goaßmaß“ oder „Saufen ist auch ein Sport“. Um 19:19 Uhr war Startpfiff. Schnell stellten sich zwei Taktiken heraus: Entweder man fängt sofort an, Bier zu trinken oder erst einmal loszurennen.

Für die Zuschauer gab es unterdessen Unterhaltung auf der Bühne. Das erste Team, welches die Ziellinie erreichte, waren die „Starkströmer“ – Lars Rosenthal, Richard Schmidt, Tobias Schwandt und Marcel Kehl mit einer Zeit von 31:03 Minuten. Erst zehn Minuten später trafen „Die 4 Fragezeichen“ ein. Die letzten trudelten so gegen 20.30 Uhr ein.

„Sport und Bier trinken. Wobei Feiertage wie Himmelfahrt und Pfingsten natürlich helfen“, erklärte Teilnehmer Ralf Lehmann vom Team „Los Ekstasos“ auf die Frage, wie er sich auf dieses Event vorbereitet hat.

Am Mittwoch hieß es schnell schwimmen und in die Pedale treten. Am Donnerstag stehen die Wettkämpfe im Beachvolleyball und Fußball an. Das offizielle Programm endet um 23.15 Uhr mit einem Höhenfeuerwerk.

 

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