Schmalkalden - Kaamb/Kamm; Kaanebeeh/ Sofa mit hoch gepolsterten Seitenlehnen; Kääs/ Käse; Kääslooch/ Dippach; Kaduffel/ Kartoffeln; Kaduffelsalat/ Kartoffelsalat; Kaduffelschibbel/ Kartoffelscheiben zum Rösten und Braten, bzw. gekocht für Salat; Kaffemülln/ Kaffeemühle; Kärzestänner/ Kerzenständer; Kehr/ Eichelhäher; Kalenner/ Kalender; Kaserolln/ flacher Topf aus Eisen; käjf/ etwas kaufen; Kerche/ Kirche; Kercheöberschte/ Kirchenvorstandsmitglieder; Kicher/ leichter Husten; klamüser/ klamüsern; etwas zusammen bösseln (basteln), Kleingeld zusammensuchen; alles zusammensuchen, was von einer Sorte bzw. für eine bestimmte Sache an Kleinteilen benötigt wird; klenner Unötich/ ein Kind, dass zwar noch zu nichts nütze ist, das man aber sehr lieb hat; klö/ klagen; Knärzer/ barmender, jammernder Mensch; knärzen/ jammern, wehleidig sein; knöch/ drängeln, bitteln und betteln, nicht Ruhe gebend wegen einer Bitte; Knöcher/ männliche Person, die unerbittlich auf eine Sache drängt; Knöchere/ weibliche Person, die um eine Angelegenheit/ Sache bittet und deshalb keine Ruhe gibt; Knübel/ verhärtete Erhebung an Hand- und Fingerknochen ebenso an Füßen, Gelenken etc. in Folge Gicht, Rheuma usw.; Knüstle (Einz.)/Knüsterle (Mehrz.)/ Endstücke eines Brotlaibes; Koarpfe/ Karpfen; Koller läch/ zu gut deutsch Lachen bis der Arzt kommt; nicht aufhörendes, lautes Gelächter; Kolln/ Kohlen; Kollnkaaste/ Kohlenkasten; kollnschwoarz/ kohlrabenschwarz; Kommer/ Kammer, der Begriff fand im Wohnbereich Anwendung für Schlaf- und Gästezimmer, auch Speisekammer; Kotzer/ schwerer, harter Husten ; Kösse/ Kissen; Kötze/ aus Weide geflochtener Tragekorb, der auf dem Rücken mittels zwei Riemen über die Schultern getragen wurde; Der Ausdruck Kötze ist auch sprichwörtlich verwandt worden. So zum Beispiel „Ich hon de Kötze vool“. (Ich habe viel zu viel gegessen; einen übervollen Bauch.) Kräumbel/ Krümel von Brotresten, Kuchen etc., jedoch auch handgefertigte Kreumbel, zum Beispiel aus Mehl, Ei und Salz für Mellich-Suoppe (Milch-Suppe); kreinseröm/ im Kreis herum, wie zum Beispiel „kreinseröm dapp“ (rund um die Stadt bzw. das Wohnviertel laufen); Kriesch/ hellauf lachend, unverhofft laut lachen; Kroatzbeer-Gelee/ Brombeermarmelade;
Schmalkalder Mundart „Kollerläch“ und „kreinseröm dapp“
Von Bärbel Bierstädt 31.01.2022 - 18:40 Uhr