Dunkle Schaufenster, verschlossene Türen, leergefegte Plätze und Straßen. Nur wenige Menschen waren am Montag in Schmalkaldens Innenstadt unterwegs. Und diejenigen, die sich beim Einkauf oder Spaziergang begegneten, hielten gebührend Abstand. Nickten kurz zum Gruß und eilten weiter. Auch wenn es schwerfällt, wie mir, die gern mal einen ausgiebigen Schwatz hält. Meinen inzwischen erwachsenen Jungs ist es heute noch peinlich, mit mir durch die Stadt zu gehen. "Mutter" stöhnen sie dann immer und versuchen, genügend Abstand zwischen sich und mich zu bringen. Da ist es wieder, dieses Wort: Abstand.