Schmalkalden - Die Aufregung war groß, wie das mediale Interesse. Eine hochgiftige Frucht in Kinderhänden. Wie kann diese in Umlauf kommen? Die Heimatzeitung forschte nach: Bei besagter Nuss handelt es sich um die Frucht des Zerberusbaumes, allerdings um eine getrocknete und, für den Verkauf, behandelte und präparierte.

Bekannt unter dem Namen "Mintolla" ähnelt sie einer Kokosnuss und wirkt mit ihrem exotischen Aussehen sehr dekorativ. Die natürliche und exotische Frucht, beheimatet an den Küsten Indiens und des Westpazifik, wird insbesondere gern in Blumenstöcke, Trocken- und Adventsgestecke eingearbeitet sowie als Trockendekoration verwendet, wie Floristen auf Anfrage bestätigten. Aber auch auf Anrichten in Schalen und Vasen oder drapiert unter Palmen, ist sie ein Blickfang. "Die Früchte sind zwischen acht und zwölf Zentimeter lang, sie können gebohrt, gedrahtet oder mit Heißkleber geklebt werden. Der Mintollaball ist ein reines Naturprodukt, unbehandelt und ungefärbt, lange haltbar", heißt es zum Beispiel in einer Bastelanleitung.

Legal zu kaufen gibt es die Nüsse in Supermärkten, Baumärkten, aber auch in Bastel- und Blumengeschäften. Bisher hätte sie sich nie Gedanken über diesen Deko-Artikel gemacht, sagte eine Floristin unserer Zeitung . Sie selbst habe sich erst informiert, nachdem die Polizei bei ihr nachgefragt hatte, ob und wofür die Frucht verwendet wird, bekannte die junge Frau. Die Nüsse, die es in ihrem Blumengeschäft gibt, sind federleicht, getrocknet, zum Teil weiß besprüht und hohl.