Schließlich unterstützt der Verein mit der Übernahme aller Kosten für den Tatra-Tanklöschwagen samt dessen gewaltiger Wasser-Reserve die Feuerwehr. Gerade im Fall eines Waldbrandes ist das Auto eine echte Hilfe, weiß Wolfgang Diller. So musste der Verein in die Rücklagen greifen und für die Fahrzeugunterhaltung einige hundert Euro aus seiner Finanzreserve aufbringen. „Wir haben dieses Jahr nichts eingenommen, leben nur von unseren Mitgliedsbeiträgen“, umriss der Hergeser. Selbst die Jahreshauptversammlung des Vereins Ende März 2020 fiel aus.
Eigentlich sollte bei dem Termin der Vorstand neu gewählt werden. Das steht nun immer noch aus. Die 64 Mitglieder hätten sich zudem im Herbst zu ihrem jährlichen Wandertag getroffen. Meist führte der Weg von Oberhof bis zum Forsthaus Oberschönau, wo der Tag bei den Wagners musikalisch immer gemütlich ausklang. Auch dieser Höhepunkt im Vereinsleben wurde coronabedingt gestrichen. Ebenso die Zeltlager der Jugendwehren, zum einen das im Haseltal, zum anderen die Teilnahme am Kreiszeltlager. Kurzum, es gab nichts in Sachen Vereinstätigkeit. „Schließlich will man sich doch an die Hygieneregeln halten“, sagt Wolfgang Diller, der selbst eine Corona-Infektion überstanden hat.
Ebenso hatten die Hergeser an der Nikolaus-Aktion aller Feuerwehren und -vereine des Haselgrundes teilgenommen. Die Idee und erste Aktion dazu stammte in der Region vom Feuerwehrverein Floh. „Das war eine coole Aktion und hat Spaß gemacht“, meinte Diller. Man habe gespürt, dass die Vereinsmitglieder froh waren, wieder helfen und Einsatz zeigen zu können.
Nun geht sein Blick nach vorn: „Wir haben das Bürgerfest wieder geplant“. Alle Vereinbarungen seien aber so getroffen, dass der Verein bei den Verträgen eine Rücktrittsklausel vereinbart hat. Für den Fall, dass das Fest coronabedingt nicht stattfinden kann. Auch das „Entenrennen“ mit dem Förderverein des Kindergartens ist wieder vorgesehen, welches der Feuerwehrverein stets unterstützt. In Sachen Zeltlager gebe es allerdings noch keine Neuigkeiten, deren Durchführung sei noch offen.
Allein diese Aufzählung zeige, so Achim Hofmann vom Kreisfeuerwehrverband, wie vielfältig das Engagement der Ehrenamtlichen in den Vereinen ist. Der dabei entwickelte Ideenreichtum zur Aufrechterhaltung der Vereinsarbeit zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren ist ausdrücklich zu würdigen.
Auch bei den Wettbewerben und Veranstaltungen des Kreisfeuerwehrverbandes zeigt sich kein anderes Bild. Nahezu alle überregionalen Veranstaltungen des vergangenen Jahres mussten coronabedingt abgesagt werden. Trotzdem wurde auch hier die Verbandsarbeit weiter aufrecht erhalten. Dies auch dank einer großzügigen Unterstützung durch die Rhön-Rennsteig-Sparkasse. Beratungen erfolgten aufgrund der Situation fast ausschließlich telefonisch.
Trotzdem wurde ein Zeitplan für die Veranstaltungen des neuen Jahres erstellt. Ob dieser umgesetzt werden kann, ist derzeit nicht absehbar. Bedauerlich ist aus Sicht des KFV auch, dass durch den Ausfall von Veranstaltungen die sonst üblichen persönlichen Kontakte auf örtlicher oder kreislicher Ebene zum Wissens- und Erfahrungsaustausch weggefallen sind. Ebenso fehle die Möglichkeit, verdienstvolle Mitglieder in festlichem Rahmen gebührend würdigen zu können. „Daher gilt ihnen an dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank für die Arbeit im Ehrenamt!“