Floh-Seligenthal - Matthias Kühn sitzt im Schankraum des Berghotels, über Zahlenkolonnen gebeugt. "In den nächsten Wochen sind wir als Hotel prima gebucht. Und in den Gasträumen und im Biergarten wird wieder richtig Rummel herrschen, wenn Wanderer, Biker und sonstige Ausflügler unterwegs sind", sagt der 52-Jährige, der das Berghotel seit einiger Zeit alleine führt. Rund 100 Menschen finden in den drei urigen Gaststuben Platz, die mit Jagdtrophäen und alten Holzmacherwerkzeugen geschmückt sind. "Die werden nacheinander geöffnet, wenn es in dem Hauptraum voll geworden ist", erklärt der Gastwirt und Hotelier. Stolz zeigt er die Zimmer, in denen rund 30 Menschen ihr müdes Haupt zur Ruhe betten können. Der Fensterblick ist die reinste Augenweide. Im Vordergrund ergrünt zaghaft die große Wiese mit einzelnen Laubgehölzen, die langsam Blätter entwickeln. Und im Hintergrund steht die große hölzerne Mauer des Fichtenwaldes. Gleich neben dem Hotel befindet sich ein kleiner Teich, in dem Fische schwimmen und schnatternde Wildenten tauchen. "Nachmittags, gegen 15 Uhr, huschen immer die vier Hotel-Rehe vorbei", erzählt Kühn. "Und zur Brunft im Herbst brüllen hier die Hirsche. Da sind unsere Hotelgäste hin und weg." Übers Jahr verteilt sind die Bettenkapazitäten zu mehr als 50 Prozent ausgelastet. Ein sehr guter Wert im Vergleich zu den anderen Hotels und Herbergen im Thüringer Wald. "Mindestens die Hälfte unserer Schlafgäste sind Wiederkehrer", erzählt der Hotelwirt. "Leute, denen es gut gefallen hat und die gerne wieder zu Gast sind."
Schmalkalden Rennsteig als Erfolgspfad für das Berghotel an der Ebertswiese
Thomas Heigl 27.04.2017 - 20:08 Uhr