Schmalkalden - "Zukunft Walperloh - Ideen gegen Geld": Diese, vom Freistaat Thüringen unterstützte Initiative bewegte Mitte der 90er Jahre nicht nur reichlich Erdreich im Neubaugebiet Walperloh, sondern auch die Menschen. Ein Mann prägte damals besonders das Geschehen: Thomas Texter aus München, Schnauzer, Halbglatze - und immer gut aufgelegt. In seiner unnachahmlichen Art hatte er versucht, Jung und Alt aus ihrer Lethargie zu befreien, sie zu animieren, Initiative zu ergreifen, stolz zu sein, auch auf das Umfeld, in dem sie leben. Nur wenn die Bewohner mitmachen, so Texters Philosophie, sei ein auf Dauer tragfähiger Erfolg mit positiven wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen in der Siedlung zu erreichen. Der eine oder andere wird sich noch erinnern an den Ideenwettbewerb, den Klaus Felber gewann, an die "Walperloher Runde", in der junge Menschen, Anwohner und Politiker gemeinsam Konzepte zur Umgestaltung des in den 1970er und 1980er Jahren entstandenen Neubaugebiets entwickelten und in einer Ideen-Broschüre zusammengefasst wurden. Mit dem Pilotprojekt, eingebettet in das städtebauliche Wohnumfeldprogramm, machte Schmalkalden in ganz Thüringen Schule. Auch baulich gab es reichlich Veränderungen. Die Stadt investierte einen hohen sechsstelligen Betrag in die Um- und Neugestaltung des Wohnumfeldes. Wie Wohnungseigentümer, die nach und nach ihren Bestand innen und außen sanierten.
Schmalkalden Neuer Schwung für das Walperloh
Von Susann Schönewald 09.03.2013 - 00:00 Uhr