Schmalkalden MVZ-Beschäftigte bereiten Streik vor

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Die 56 nichtärztlichen Beschäftigten im MVZ Schmalkalden haben entschieden: Sie sind zum Streik entschlossen. Die Gewerkschaft Verdi plant noch im Februar erste Aktionen.

Das MVZ hat seinen Hauptsitz im Elisabeth-Klinikum. Foto: /stz/FW

Die 56 nichtärztlichen Beschäftigten im MVZ Schmalkalden haben entschieden: Sie sind zum Streik entschlossen. Die Gewerkschaft Verdi plant noch im Februar erste Aktionen.

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Wie die Gewerkschaft mitteilt, habe man der Geschäftsführung mehrere Gesprächsangebote über Tarifverhandlungen gemacht. Alle wurden bisher jedoch abgelehnt. Die Geschäftsführung lehne weiterhin Gespräche mit Verdi ab. Am Mittwoch habe eine Mitgliederversammlung der Beschäftigten einstimmig entschieden, Streiks vorzubereiten und durchzuführen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien fest entschlossen, ihre Forderungen durchzusetzen. „Unterstützung erfahren sie von Beschäftigten aus dem Klinikum Schmalkalden, die sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus dem MVZ solidarisieren“, teilt Jörg Förster, Sprecher Verdi Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.

Wenn der Verhandlungsweg versperrt sei, müsse man „anderweitig“ den berechtigten Forderungen Geltung verschaffen. Die im MVZ Schmalkalden beschäftigten Gewerkschaftsmitglieder seien fest entschlossen, für ihre Forderung, einer Angleichung der Einkommen an das Tarifniveau des Klinikums Schmalkalden, zu streiken. Jetzt müssen wir den Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zwingen“, sagt Hannes Gottschalk, zuständiger Gewerkschaftssekretär für Thüringen.

Die Beschäftigten hätten sich gewünscht, zumindest über eine Angleichung zu sprechen. In Verhandlungen könne man auch Kompromisslinien finden. Durch die Ablehnung des Arbeitgebers – die MVZ Gesundheitszentrum Schmalkalden GmbH, eine Tochter des kreiseigenen Klinikums – sei dieser „auch in der nächsten Zeit für Einschränkungen in der Gesundheitsversorgung im Landkreis verantwortlich zu machen, nicht die Beschäftigten“, so Gottschalk weiter.