Schmalkalden-Meiningen 1235 Einwohner des Kreises über 90 Jahre alt

Thomas Heigl
Im Landkreis leben mehr betagte Menschen als in früheren Jahrzehnten. Foto: dpa

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen leben mehr betagte Menschen als in früheren Jahrzehnten. Dennoch haben sich die Demografen etwas vertan. Diese hatten mehr Hochaltrige prognostiziert.

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist nach Einwohnern gemessen der drittgrößte Landkreis in Thüringen. Zum Jahreswechsel 2021 lebten hier 123 404 Menschen. Die Einwohnerzahl hat seit der Kreisbildung fast unentwegt abgenommen, die Einkreisung von Orten sorgte für Sondereffekte.

Im Gegensatz dazu ist die Zahl von Menschen im hohen und höchsten Lebensalter geklettert. 1014 Bürger und vor allem Bürgerinnen waren 90 bis 95 Jahre alt. Hinzu kommen weitere 221 Menschen, die schon die 95 überschritten haben. Die meisten dieser sehr alten Menschen sind Frauen, auch weil viele Männer dieser Jahrgänge im Zweiten Weltkrieg gefallen sind .

Die Gesamtbetrachtung spiegelt eindrucksvoll die steigende Lebenserwartung wider. Denn vor 15 Jahren waren gerade 627 Einwohner des Kreises, der damals eine 134000-köpfige Bevölkerung hatte, 90 und älter. So haben es die Statistiker im Jahr 2006 festgehalten und eine Vorausberechnung vorgenommen. Die geht jedoch nicht ganz auf. Ihrem Ansatz zufolge hätte die Zahl der Menschen, die mindestens neun Jahrzehnte auf Erde sind, auf 1588 hochschnellen müssen.

Die größte Einwohnergruppe im Kreis überhaupt stellen derzeit die 60- bis 65-Jährigen. Damit ist der Kreis dem Land etwas voraus. Denn die meisten Thüringer sind, in Fünfjahresscheiben gemessen, zwischen 55 und 60. Im Kreis Schmalkalden-Meiningen ist diese Gruppe die zweitgrößte.

In den kommenden Jahren dürfte es aber mit einiger Sicherheit deutlich mehr Hochaltrige geben. Im Kreis Schmalkalden-Meiningen wie auch anderswo gibt es zahlreiche Mittachtziger. Die Lebenserwartung für diese Menschen liegt bei etwa fünf Jahren.

 

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