Schmalkalden Jede Runde zählt

Annett Recknagel

Der Spendenlauf hat am Philipp-Melanchthon-Gymnasium bereits Tradition. Auslöser war eine Seminarfacharbeit 2014.

Auf die Plätze, fertig, los!“ – die Sechstklässler waren sehr motiviert und stürmten los. Foto: Annett Recknagel

„Auf die Plätze!“ Chemielehrer Robert Rommel hielt die Startklappe hoch. „Fertig! Los!“ Ein Knall und ab ging es. Die Sechstklässler stürmten davon – die Jungs und auch die Mädels. Im vorigen Jahr waren sie beim Spendenlauf, bei dem es galt, möglichst viele Runden um das A-Gebäude zu absolvieren, erstmals dabei. 2025 war ihr gesamte Jahrgang wie alle anderen Gymnasiasten der Einrichtung in der Geschwister-Scholl-Straße auch, wiederum aufgefordert, sich am Spendenlauf zu beteiligen.

Nach der Werbung weiterlesen

Im Vorfeld auf Sponsorensuche

Wie immer lag die Organisation in den Händen des Schulfördervereins. Vorstandsmitglied Robert Rommel hatte ordentlich zu tun. Jahrgang für Jahrgang wurde an den Start geschickt. Natürlich war das Ganze freiwillig. Die Eltern waren im Vorfeld informiert worden – schließlich hing eine Spendenaktion an dieser Veranstaltung. Die Kinder waren aufgefordert, Sponsoren zu finden, die die Runden mit einem bestimmten Betrag belegten. Es durften aber auch Festbeträge angegeben werden.

Auch diese Gruppe lief begeistert los. Foto: Annett Recknagel

Jedes Kind bekam einen Laufzettel. Der musste vor dem Start mit Namen und Klasse versehen werden. Nach jeder Runde liefen die Teilnehmer einen von vier Tischen an. Dort warteten Stempelschüler. Auch die hatten recht gut zu tun. Siebtklässler Maxim beispielsweise hatte seine 30 Runden um das A-Gebäude bereits zurück gelegt und saß gemeinsam mit Mateo am Stempeltisch. „Ich hab 28 Runden geschafft“, erklärte Mateo. Natürlich sei das anstrengend, aber machbar gewesen. Eine Runde ist 240 Meter lang.

Wie viele Runden jeder Schüler zurücklegen wollte, lag in seinem eigenen Ermessen. „Alle haben die Möglichkeit, mit zu machen“, sagte Robert Rommel. Aus Erfahrung weiß er, dass sich über die Hälfte der Schüler immer beteiligt. Ein Großteil hilft beim Abstempeln der Zettel.

Das Ausfüllen der Stempelzettel gehörte ebenfalls dazu. Foto: Annett Recknagel

Die Spendenläufe am Philipp-Melanchthon-Gymnasium entwickelten sich über Jahre und wurden allmählich zum sportlichen Großereignis. Auslöser war eine Seminarfacharbeit über das Kinder- und Jugendhospiz von 2014. Seitdem wird der Spendenlauf Jahr für Jahr organisiert. Anfangs war er Teil der Aktionen am Kindertag. In der Coronazeit ließ man die Schüler wegen der damaligen Auflagen erstmals jahrgangsweise starten. Das funktionierte sehr gut, deshalb wurde es beibehalten.

Weihnachten wird der Scheck übergeben

Am Dienstag stapelten sich die abgestempelten Zettel schon nach den Starts der ersten beiden Jahrgänge in einer Kiste. Die Auswertung erfolgt zeitnah. Wie in den Vorjahren auch werden die besten Läufer während des Weihnachtsprogramms im Dezember geehrt.

Dann soll auch der Scheck an einen Vertreter des Kinder- und Jugendhospizes in Tambach-Dietharz übergeben werden. In den vergangenen Jahren kamen sehr hohe Summen zusammen. Mit ihren sportlichen Leistungen unterstützen die Gymnasiasten Kinder mit verkürzter Lebenszeit.

2023 kam der Erlös des Spendenlaufes der Partnerschule im ukrainischen Ternopil zu Gute. Computer und technisches Zubehör wurde dorthin transportiert. 2024 entschied der Förderverein, einen Teil des erlaufenen Betrages in Schulprojekte zu investieren. Das soll in diesem Jahr beibehalten werden. Damit profitieren das Kinder- und Jugendhospiz und das PMG vom Spendenlauf.