Trusetal - "Das hat Spaß gemacht", meinte Kevin Schwarzer. Der Achtklässler hatte sich gemeinsam mit Schülern aus der siebten und neunten Klasse für ein außergewöhnliches Ferienprojekt entschieden. Sie verbrachten drei Tage in der freien Natur. Wildlife pur, ein bisschen Überlebenstraining und ganz viel Erfahrung im Umgang und der Achtsamkeit mit Natur und Umwelt. "Ich fand den Vorschlag von Frau Schöndube nicht schlecht, und hab da einfach mitgemacht", sagte Kevin am Freitag. Die Gruppe habe zunächst gar nicht gewusst, was sie "in der Wildnis" erwartet, meine Stefan Truthan (Klasse 9). "Wir wussten eigentlich nur, dass wir im Freien unter Planen schlafen werden." Das Programm hätten sie dann erst im Wald erfahren. "Wir haben gelernt, selber Feuer zu machen und wo man am besten sein Zelt aufschlägt", erklärte Sarah Römhild aus der 7. Klasse. Allerdings hätten die jungen Leute nicht mit Feuerstein oder Rollstäbchen versucht, ein Feuer zu entfachen. Dafür gab es schon ein Feuerzeug. Aber auch das sei nicht so einfach, wie man sich das vorstelle. "Ich weiß jetzt, dass man im Freien sein Lager nicht gerade an der höchsten Stelle im Gelände aufschlägt", sagte Stefan Truthan. "Besonders bei Gewitter nicht." Wer sein Zelt in einer Senke aufbaut, brauche sich dann auch nicht zu wundern, wenn nach einem Regenguss alles unter Wasser steht. Gewandert sei die Truppe noch zwischen Brotterode und Tabarz am Felstal vorbei. Die rund 20 Kilometer seien nicht ganz ohne gewesen, und was man alles Essbares im Wald und auf den Wiesen finden kann, wüssten die jungen Leute jetzt auch. Das Projekt "Wildlife" hatte das Lerndorf Trusetal in Kooperation mit dem Naju Thüringen durchgeführt, erklärte Lerndorf-Koordinatorin Anita Schöndube und dankte besonders der Stadt Brotterode (Tourismusverein und Forst) für die Unterstützung.