Schmalkalden - "Dass sich Luther so vor uns verneigt, hatten wir auch noch nie", meinte Stadtführerin Ute Möcker und lachte ebenso herzlich wie die übrigen Wanderfreunde. Dem großen Reformator dagegen war weniger nach Scherzen. Er krümmte sich vor Schmerzen. "Um mich ist es bald geschehen - es rumpelt in den Nieren", klagte er. Allein deshalb sei der Weg von Schmalkalden nach Wittenberg mehr als beschwerlich. "Ich will einfach zurück in die Arme meiner geliebten Käthe und dort dahinsiechen", jammerte er. In Schmalkalden hatte es Luther einst nicht lange ausgehalten. Herzschwäche und Nierenleiden taten das Ihrige. Selbst Knoblauchtrunk half nicht. Dazu kamen Kälte, ein hartes Bett und das Essen hatte dem Kirchenmann auch nicht sonderlich gemundet.
Schmalkalden Gelungener Testlauf auf geschichtsträchtigen Pfaden
Von Annett Recknagel 15.08.2016 - 00:00 Uhr