Schmalkalden - Jedes Projekt stellt seine Macher vor besondere Herausforderungen. Diese zu stemmen, setzten, neben guten Ideen, engagierten Mitstreitern und erforderlichem Kleingeld, manchmal auch einen langen Atem voraus. Einen sehr langen. Vor allem, wenn es sich um solch ein ambitioniertes Bauvorhaben handelt wie das, das heute in Schmalkalden offiziell übergeben wird. Nicht ohne Grund wurde der bundesweit begangene "5. Tag der Städtebauförderung" für die Schlüsselübergabe "LutherLoft" gewählt. Die Revitalisierung des historisch und kulturell bedeutenden Quartiers zwischen Hoffnung, Schlossberg und Linkgasse ist beispielgebend für die Erfolgsgeschichte der Städtebauförderung durch Bund-Land-Kommune, von der die Fachwerkstadt seit 27 Jahren profitiert. Zu den bisher rund 65 Millionen Euro kommen nun rund 1,8 Millionen Euro für das LutherLoft hinzu. Ohne diese Förderung, ist Bürgermeister Thomas Kaminski überzeugt, wäre die Verwandlung des Quartiers ein Traum geblieben. Ein Traum, der vor einem Jahrzehnt begann - und aus dem jetzt Realität geworden ist. Für den Stadtchef findet sich hier der Beweis, dass es möglich ist, in der Enge der Innenstadt alte und neue Bauteile miteinander zu verbinden - im Einklang mit der Archäologie, die Stadtgeschichte nachvollziehbar wird.