Schmalkalden „Dampfendes Ungetüm“ bleibt Stadtgespräch

Die Wettersäule auf dem Lutherplatz muss repariert werden. Offenbar braucht es ein neues System. Foto: Susann Schönewald

Die Wettersäule sollte dem Lutherplatz den richtigen Pfiff geben. Nicht einmal zehn Jahre hat das von vielen belächelte „Gestaltungselement“ funktioniert. Nun muss es repariert werden.

Stadtrat Peter Hammen würde sie ja am liebsten verschrotten lassen, die 4,50 Meter hohe Wettersäule auf dem Lutherplatz. Seit die moderne Nachbildung der historischen Wettersäule – so die Intention des Architekten – auf dem einstigen Töpfemarkt steht, wird über das „dampfende Ungetüm“ gelästert, was das Zeug hält. Anfangs zeigte der aus Bronze gegossene und mit Nebeldüsen ausgestattete Quader wenigstens noch das Wetter an.

Doch seit etwa zwei Jahren sind die in alle vier Ecken eingelassenen Displays schwarz. Auch weißer Nebel steigt nicht mehr auf. Witzbolde hatten seinerzeit die Wahl des Papstes in die Reformationsstadt verlegt. Witterungseinflüsse haben ihr Übriges getan und die Säule unansehnlich werden lassen. Wenigstens äußerlich ist die Stadt der Säule jetzt zu Leibe gerückt und hat das Bauwerk reinigen lassen, lobte Stefan Svoboda jüngst im Stadtrat. „Innerlich“ allerdings ist der Schaden beträchtlich höher. Bauamtsleiter Lothar Hilpert zufolge ist die Festplatte, über welche die Funktionen geregelt werden, kaputt. Es muss wohl ein neues System installiert werden. Mit einer Softwarefirma stehe die Stadt in Verhandlung.

Ein Wunsch von Bürgermeister Thomas Kaminski, geäußert bei der Vorstellung der Wettersäule, ist hingegen in Erfüllung gegangen: Sie ist zu einem Treffpunkt für Einheimische und Gäste geworden – und immer im Gespräch.

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